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Bestattungsbranche wächst mit steigender Nachfrage nach Fachkräften

Mehr Frauen in der Ausbildung, Kosten für Bestattungen nehmen zu

Bestattungsbranche wächst mit steigender Nachfrage nach Fachkräften

Die Bestattungsbranche in Deutschland erlebt einen deutlichen Aufschwung, der auf den demografischen Wandel zurückzuführen ist. Die alternde Bevölkerung führt zu einer steigenden Zahl von Sterbefällen, was sowohl den Umsatz als auch die Beschäftigungszahlen der Bestattungsunternehmen steigen lässt. Laut dem Statistischen Bundesamt nahm der Umsatz der Branche von knapp zwei Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2022 zu. In Deutschland waren in diesem Bereich etwa 4.200 Handwerksunternehmen tätig, die von diesem Wachstum profitierten. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den steigenden Ausbildungszahlen wider. Noch im Jahr 2013 gab es über alle Ausbildungsjahre hinweg 390 Auszubildende zur Bestattungsfachkraft, doch bis Ende 2023 stieg die Zahl auf 860 an. Bemerkenswert ist zudem, dass immer mehr Frauen diesen Beruf wählen. Der Anteil weiblicher Auszubildender lag im Jahr 2023 bei 57 Prozent, wohingegen er zehn Jahre zuvor bei 45 Prozent lag.

Mit dem Wachstum der Branche steigen jedoch auch die Kosten für Bestattungen. Die Preise für Särge, Urnen und Grabsteine stiegen im vergangenen Jahr um 5,8 Prozent, Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren erhöhten sich um 5,4 Prozent. Im Vergleich dazu stiegen die allgemeinen Verbraucherpreise in diesem Zeitraum um 5,9 Prozent. Trotz dieser Entwicklungen können sich viele Hinterbliebene die Kosten für Beisetzungen nicht immer leisten. Die Sozialhilfeträger zahlten im vergangenen Jahr 51,1 Millionen Euro brutto für sogenannte Sozialbestattungen, eine finanzielle Unterstützung, die jedoch im Vergleich zu vor zehn Jahren um 15,7 Prozent zurückgegangen ist. Ein weiteres Merkmal der Branche ist der hohe Anteil geringfügig Beschäftigter. Rund ein Drittel der Arbeitsplätze in Bestattungsunternehmen sind geringfügig entlohnt, während dieser Anteil im Handwerk allgemein bei 12,1 Prozent liegt.

Die alternde Gesellschaft in Deutschland lässt auch die Sterbefälle kontinuierlich ansteigen. Im Jahr 2023 verzeichnete das Statistische Bundesamt rund eine Million Todesfälle, das sind 15 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Diese Entwicklung führt zu einem zunehmenden Bedarf an Bestattungsleistungen, und das Interesse an Berufen in der Bestattungsbranche wächst entsprechend.

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