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Best Buy übertrifft Erwartungen und will Umsatzflaute überwinden

Der US-Elektronikhändler Best Buy meldet starke Q1-Zahlen – Aktie springt vorbörslich um 10 Prozent.

Best Buy übertrifft Erwartungen und will Umsatzflaute überwinden

Best Buy hat im ersten Geschäftsquartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der US-amerikanische Elektronikhändler meldete am Donnerstag einen Nettogewinn von 276 Millionen Dollar bzw. 1,31 Dollar pro Aktie – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem das Unternehmen lediglich 202 Millionen Dollar bzw. 95 Cent pro Aktie erzielte. Die Aktie reagierte mit einem vorbörslichen Kursanstieg von rund 10 Prozent.

Der Umsatz stieg leicht von 8,77 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 8,94 Milliarden Dollar. Treiber dieses Wachstums waren vergleichbare Umsätze, die um 2 Prozent zulegten. Bereinigt um Einmalkosten – darunter Aufwendungen für die Umstrukturierung des Gesundheitsgeschäfts – wies Best Buy einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,28 Dollar aus.

Wachstumstreiber und Schwachstellen

Als stärkste Wachstumsbereiche im Quartal nannte das Unternehmen Gaming, Computer, Mobiltelefone sowie Dienstleistungen. Dem gegenüber stand ein Umsatzrückgang im Bereich Haushaltsgeräte, der das Gesamtergebnis teilweise belastete. Best Buy kämpft seit einiger Zeit mit einer anhaltenden Absatzflaute und sieht sich zusätzlich durch höhere Zölle sowie ein gesunkenes Verbrauchervertrauen unter Druck gesetzt.

Im vergangenen Quartal hatte die scheidende CEO Barry bereits auf eine Divergenz zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Käufern hingewiesen, wobei insbesondere hochpreisige Artikel schwächelten. In einer Analystenkonferenz am Donnerstag erklärte Barry, das Unternehmen sei nicht besorgt, dass steigende Speicherkosten die Nachfrage nach Elektronikartikeln dämpfen würden. Zudem fungiere Best Buy für 2 bis 3 Prozent seiner Umsätze als registrierter Importeur und halte den „Phase-Eins-Prozess der Zollrückerstattung" ein – die zurückerstatteten Beträge dürften im Verhältnis zum Gesamtumsatz jedoch gering ausfallen.

Jahresprognose bestätigt – Führungswechsel im Herbst

Best Buy bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr: Der Umsatz soll zwischen 41,2 und 42,1 Milliarden Dollar liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 6,30 und 6,60 Dollar. Bei den vergleichbaren Umsätzen erwartet das Unternehmen eine Spanne zwischen einem Rückgang von 1 Prozent und einem Anstieg von 1 Prozent.

Die Quartalszahlen wurden knapp einen Monat nach der Ernennung von Jason Bonfig zum neuen CEO veröffentlicht. Bonfig wird im Herbst die Nachfolge von Barry antreten und übernimmt die Unternehmensführung offiziell am 1. November. In der Mitteilung vom Donnerstag erklärte Bonfig, er konzentriere sich darauf, die Reichweite des Unternehmens auszubauen und das Kundenerlebnis zu verbessern. Der Führungswechsel ist Teil der Bemühungen von Best Buy, den Umsatz zu steigern und das Geschäft zu beschleunigen.

Wie andere große US-Einzelhändler – darunter Walmart und Target – setzt auch Best Buy verstärkt auf Werbung und Marktplatzgeschäfte von Drittanbietern. Diese Segmente bieten höhere Gewinnmargen als das traditionelle Warengeschäft und gelten als wichtige Wachstumshebel für die Zukunft des Unternehmens.

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