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Bessent: China ist wegen Öl-Hortung ein unzuverlässiger Partner

US-Finanzminister Bessent kritisiert China scharf für das Horten von Öl während des US-israelischen Krieges mit dem Iran.

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Bessent: China ist wegen Öl-Hortung ein unzuverlässiger Partner

US-Finanzminister Scott Bessent hat China als „unzuverlässigen globalen Partner" bezeichnet und das Land scharf für sein Verhalten während des laufenden US-israelischen Krieges mit dem Iran kritisiert. China horte Öl, anstatt zur Linderung des weltweiten Nachfrageengpasses beizutragen, der durch die Schließung der Straße von Hormus entstanden ist. Über diese Meerenge werden rund 20 Prozent des weltweiten Öls transportiert.

Bessent erklärte gegenüber Reportern, dies sei bereits das dritte Mal innerhalb von fünf Jahren, dass China als globaler Partner versage. „China war in den letzten fünf Jahren dreimal ein unzuverlässiger globaler Partner: einmal während COVID, als sie Gesundheitsprodukte horteten, und zweitens bei Seltenen Erden", sagte Bessent. Beim zweiten Vorwurf bezog er sich auf Pekings Drohung aus dem vergangenen Jahr, die Exporte Seltener Erden zu drosseln.

Chinas Ölreserven übersteigen gesamte IEA-Bestände

Besonders brisant: China verfüge bereits über eine strategische Erdölreserve, die in etwa so groß sei wie die gesamten Reserven aller 32 Mitglieder der Internationalen Energieagentur (IEA) zusammen. Dennoch kaufe das Land weiterhin Öl hinzu. „Sie haben weiter gekauft, sie haben gehortet und sie haben die Exporte vieler Produkte gestoppt", so Bessent. Zudem kaufe China mehr als 90 Prozent des iranischen Öls, was etwa 8 Prozent seiner jährlichen Gesamtkäufe ausmache.

Die Ölpreise sind durch den Konflikt bereits um bis zu 50 Prozent gestiegen und sprangen zuletzt wieder über die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Das US-Militär begann am Montag mit einer Blockade von Schiffen, die iranische Häfen verlassen. Bessent stellte klar, dass diese Blockade auch für chinesische Schiffe gelte: „Sie werden also nicht in der Lage sein, ihr Öl zu bekommen. Sie können Öl bekommen. Aber kein iranisches Öl."

China weist Vorwürfe zurück – IWF und IEA warnen

Die chinesische Botschaft in Washington wies die Kritik zurück. Sprecher Liu Pengyu erklärte, die Knappheit auf dem globalen Energiemarkt sei in der „angespannten Lage im Nahen Osten" begründet. Er forderte ein sofortiges Ende der Militäroperationen und betonte, China arbeite aktiv an einer Beendigung des Konflikts und werde „weiterhin eine konstruktive Rolle spielen".

Unterdessen forderten der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank und die Internationale Energieagentur (IEA) die Länder gemeinsam auf, das Horten von Energiereserven und die Einführung von Exportkontrollen zu vermeiden. Sie warnten, dies könnte den ihrer Meinung nach größten Schock aller Zeiten für den globalen Energiemarkt weiter verschlimmern. Konkrete Länder nannten die Institutionen dabei nicht.

Trumps geplanter Peking-Besuch im Fokus

Trotz der scharfen Kritik an China bemühte sich Bessent, die diplomatischen Beziehungen nicht grundsätzlich in Frage zu stellen. Er lehnte es ab, zu beantworten, ob der Streit den geplanten Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking Mitte Mai gefährden würde. „Ich denke, die Botschaft für den Besuch ist Stabilität. Wir haben seit dem letzten Sommer eine große Stabilität in der Beziehung erlebt; das geht von der Spitze aus", sagte Bessent. Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping pflegten eine sehr gute Arbeitsbeziehung, betonte er.

Die Gespräche über ein Ende des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran waren am Wochenende in Islamabad gescheitert. Teheran drohte daraufhin mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die Häfen seiner Nachbarn am Golf. Eine rasche Wiedereröffnung der Straße von Hormus ist derzeit nicht in Sicht, was die globalen Energiemärkte und Lieferketten weiter unter Druck setzt.

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