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Berkshire Hathaway kauft Delta-Aktien für 2,6 Milliarden Dollar

Greg Abel setzt als neuer Berkshire-CEO ein frühes Zeichen und investiert massiv in die von Warren Buffett einst gemiedene Luftfahrtbranche.

Berkshire Hathaway kauft Delta-Aktien für 2,6 Milliarden Dollar

Berkshire Hathaway hat im ersten Quartal eine neue Position bei Delta Air Lines im Wert von 2,6 Milliarden US-Dollar aufgebaut. Damit kehrt das Konglomerat in eine Branche zurück, die seinem langjährigen CEO Warren Buffett stets ein zwiespältiges Verhältnis beschert hatte. Die Investition ist eine der ersten großen Entscheidungen unter dem neuen Unternehmenschef Greg Abel.

Abel übernahm im Januar 2026 den Posten des CEO von Berkshire Hathaway und hat damit auch die Aufsicht über das enorme Aktienportfolio des Unternehmens übernommen. Die Delta-Beteiligung gilt als eines seiner ersten sichtbaren Investitionssignale in dieser neuen Rolle. Buffett selbst erklärte dem Wall Street Journal, dass er an der neuen Delta-Position nicht beteiligt gewesen sei.

Buffetts turbulente Geschichte mit Fluggesellschaften

Für viele Beobachter und Buffett-Anhänger weckt die Investition lebhafte Erinnerungen an die schwierige Vergangenheit des legendären Investors mit der Luftfahrtbranche. Buffett sagte dem Telegraph im Jahr 2002 bekanntermaßen, dass er einfach nicht anders könne, wenn es um diese von extremen Zyklen geprägte Branche gehe. Die Aussage wurde seither als humorvolles Eingeständnis seiner Schwäche für eine Industrie interpretiert, die Investoren immer wieder vor große Herausforderungen stellt.

Die Luftfahrtbranche gilt unter Investoren als notorisch schwierig: hohe Fixkosten, starke Abhängigkeit von Treibstoffpreisen, konjunkturelle Anfälligkeit und ein intensiver Wettbewerb machen nachhaltige Gewinne zur Ausnahme. Buffett hatte in der Vergangenheit trotz dieser Bedenken mehrfach in Fluggesellschaften investiert, was ihm nicht immer Freude bereitete.

Abel zeigt frühe Eigenständigkeit als neuer CEO

Trotz seiner Zurückhaltung bei der Delta-Entscheidung betonte Buffett, dass er Abel andere Investmentideen gegeben habe. Dies deutet auf eine enge, aber klar abgegrenzte Zusammenarbeit zwischen dem Gründervater und seinem Nachfolger hin. Abel scheint jedoch bereit zu sein, eigene Akzente zu setzen und den Investmentstil von Berkshire Hathaway weiterzuentwickeln.

Die neue Delta-Position zeigt, dass Abel durchaus bereit ist, in zyklische und kapitalintensive Sektoren zu investieren – auch wenn diese in der Vergangenheit für Berkshire nicht immer reibungslos verliefen. Für Anleger und Marktbeobachter weltweit ist die Transaktion ein frühes Indiz dafür, wie Abel die Investmentstrategie des Konglomerats in den kommenden Jahren prägen könnte.

Berkshire Hathaway gehört zu den größten und bekanntesten Investmentgesellschaften der Welt. Das Unternehmen hält Beteiligungen an zahlreichen Branchen und gilt als Maßstab für langfristig orientiertes Value-Investing. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete zuletzt einen Rückgang von 1,62 Prozent.

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