Berkshire Hathaway hält Chevron-Aktien im Wert von 16,3 Milliarden Dollar
Berkshire Hathaway setzt weiter auf den Ölgiganten Chevron – mit über 84 Millionen Aktien und einem Portfolioanteil von 4,5 Prozent.

Berkshire Hathaway, das Investmentkonglomerat des legendären Investors Warren Buffett, hält derzeit mehr als 84,3 Millionen Aktien des US-Ölkonzerns Chevron (CVX). Zum Zeitpunkt der Berichterstattung entspricht das einem Marktwert von fast 16,3 Milliarden US-Dollar. Damit ist Chevron die sechstgrößte Position im Berkshire-Portfolio und macht 4,5 Prozent des Gesamtportfolios aus.
Berkshire stieg erstmals Ende 2020 bei Chevron ein – eine Entscheidung, die maßgeblich auf Warren Buffett zurückgeht, auch wenn Greg Abel inzwischen als neuer CEO an der Spitze des Unternehmens steht. Die Investition passt gut zu Buffetts bekannten Anlagekriterien: ein starker Wettbewerbsvorteil, solider Cashflow und ein aktionärsfreundliches Management.
Ein Ölgigant mit breitem Burggraben
Chevron ist ein vollständig integrierter Ölkonzern – das bedeutet, das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Förderung über den Transport bis hin zum Verkauf von Benzin und Diesel an der Tankstelle. Zwar ist Chevron kleiner als Branchenriese ExxonMobil, agiert aber global und verfügt über eine starke Präsenz im Permian Basin, der größten Erdölförderregion der USA.
Die hohen Eintrittsbarrieren der Branche – sowohl kapitalintensiv als auch regulatorisch – verleihen Chevron einen Wettbewerbsvorteil, der in der Ölindustrie seinesgleichen sucht. Zudem hat Chevron mit dem offiziellen Abschluss der Übernahme von Hess seine Präsenz in der lukrativen Förderregion Guyana deutlich ausgebaut, was die langfristigen Produktionskapazitäten des Konzerns stärkt.
Dividende und Aktienrückkäufe als doppelter Vorteil
Für Anleger, die auf Stabilität und Erträge setzen, bietet Chevron gleich zwei attraktive Merkmale. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 3,7 Prozent – das ist mehr als das Dreifache des Durchschnittswerts im S&P 500. Besonders bemerkenswert: Chevron hat die Dividende 39 Jahre in Folge jährlich erhöht und gehört damit zu den sogenannten „Dividend Aristocrats".
Neben der Dividende setzt das Management auf Aktienrückkäufe als weiteres Instrument zur Steigerung des Shareholder Value. Ende des vergangenen Jahres kündigte Chevron Pläne für jährliche Rückkäufe im Volumen von 10 bis 20 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030 an. Solche Rückkäufe erhöhen den Anteilswert bestehender Aktionäre, da sich der Gewinn auf weniger Aktien verteilt.
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Zur AktienanalyseAuch die Kursentwicklung konnte sich sehen lassen: Bis zum 29. Juli legte die Chevron-Aktie im laufenden Jahr um mehr als 23 Prozent zu. Für die meisten Anleger ist das jedoch ein willkommener Bonus – der eigentliche Investmentcase dreht sich um die verlässliche Dividende und die konsequente Kapitalrückführung.
Die Ölindustrie ist grundsätzlich zyklisch und von Rohstoffpreisen abhängig. Dennoch gilt Chevron aufgrund seiner integrierten Aufstellung, seiner globalen Diversifikation und seiner jahrzehntelangen Dividendenhistorie als einer der stabilsten Werte im Energiesektor. Für deutsche Privatanleger, die ihr Portfolio mit einem ertragsstarken Energietitel ergänzen möchten, liefert das Engagement von Berkshire Hathaway zumindest einen gewichtigen Hinweis.


