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Berkshire Hathaway: 18% Gewinnsprung und Rekord-Cashbestand unter Abel

Berkshire Hathaway überzeugt im ersten Quartal mit starkem Gewinnwachstum – erstmals unter der Führung von Nachfolger Greg Abel.

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Berkshire Hathaway: 18% Gewinnsprung und Rekord-Cashbestand unter Abel

Berkshire Hathaway hat im ersten Quartal einen operativen Gewinnsprung von 18 Prozent verzeichnet. Der Gewinn stieg von 9,64 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 11,35 Milliarden US-Dollar. Es sind die ersten Quartalsergebnisse unter dem neuen Chief Executive Greg Abel, der zu Jahresbeginn die Nachfolge von Warren Buffett angetreten hat.

Besonders auffällig: Die Barreserven des Konglomerats schwollen auf einen neuen Rekordwert von 397,38 Milliarden US-Dollar an – und nähern sich damit der Marke von 400 Milliarden US-Dollar. Dieser enorme Cash-Berg verdeutlicht, dass Berkshire Hathaway trotz intensiver Suche bislang keine ausreichend attraktiven Investitionsmöglichkeiten in dieser Größenordnung gefunden hat.

Abels erste Jahreshauptversammlung

Greg Abel leitet am Samstag seine erste Jahreshauptversammlung als CEO von Berkshire Hathaway. Die Veranstaltung findet in einer Arena in der Innenstadt von Omaha, Nebraska, statt – dem traditionellen Heimatort des Unternehmens. Der 95-jährige Warren Buffett plant, das Geschehen vom Publikum aus zu verfolgen, während Abel und andere Führungskräfte die Aktionäre adressieren.

Der Ablauf der diesjährigen Versammlung weicht von früheren Jahren ab. Es wird erwartet, dass Abel zunächst eine Stunde lang über das operative Geschäft von Berkshire spricht, bevor er zweieinhalb Stunden lang Fragen der Aktionäre beantwortet. Die Jahreshauptversammlung beginnt um 9:15 Uhr Ortszeit (ET).

Abel war bereits seit 2021 als Buffetts designierter Nachfolger vorgesehen, wenngleich der genaue Zeitpunkt der Übergabe überraschend kam. Mit dem Führungswechsel endet eine Ära: Buffett hatte Berkshire Hathaway über Jahrzehnte zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufgebaut und gilt als einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten.

Aktionäre erwarten Antworten zur Strategie

Trotz der starken Quartalszahlen steht Abel unter Druck. Die Berkshire-Aktie verlor im bisherigen Jahresverlauf rund 6 Prozent an Wert und blieb damit hinter dem breiteren Markt zurück. Aktionäre erhoffen sich von der Jahreshauptversammlung Aufschluss darüber, wie das Konglomerat unter Abels Führung wachsen und die Underperformance der Aktie umkehren kann.

Für deutsche Anleger ist Berkshire Hathaway vor allem als Paradebeispiel für langfristiges, wertorientiertes Investieren bekannt. Das Unternehmen hält Beteiligungen an zahlreichen namhaften US-Konzernen und gilt als Gradmesser für die Stimmung unter institutionellen Langfristinvestoren. Die Frage, wie Abel den Berkshire-Stil weiterentwickelt und den gewaltigen Cash-Bestand einsetzt, dürfte die Märkte noch länger beschäftigen.

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