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Bed Bath & Beyond löst jahrzehntealte Gutscheine wieder ein

Die insolvente US-Handelskette akzeptiert wieder alte Rabattgutscheine – zur Freude treuer Stammkunden wie Mary Tierney aus Massachusetts.

Bed Bath & Beyond löst jahrzehntealte Gutscheine wieder ein

Bed Bath & Beyond akzeptiert wieder jahrzehntealte Gutscheine – und löst damit bei vielen treuen Kunden der einst beliebten US-Handelskette echte Begeisterung aus. Für Fans der Kette, die seit Jahren geschlossen ist, ist das eine überraschende Wendung.

Mary Tierney aus Reading im US-Bundesstaat Massachusetts ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Treue der Kundschaft. Die Teilzeit-Verwaltungsangestellte einer Anwaltskanzlei beschreibt sich selbst als „Typ-A-Persönlichkeit" – also als besonders organisiert und ordnungsliebend. Dennoch hortete sie in einem Schrank ihres Hauses nicht weniger als 125 abgelaufene Gutscheine über jeweils 20 Prozent Rabatt für das längst geschlossene Geschäft. Der älteste dieser Gutscheine stammt aus dem Jahr 2007.

„Ich dachte immer, sie würden vielleicht zurückkommen", erklärt Tierney ihre ungewöhnliche Sammelleidenschaft. „So sehr habe ich das Geschäft geliebt. Es gibt kein vergleichbares Geschäft in der Umgebung." Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele Kunden, die der Kette über deren Schließung hinaus die Treue gehalten haben.

Kult um den blauen Gutschein

Bed Bath & Beyond war in den USA vor allem für seine großzügigen 20-Prozent-Rabattgutscheine bekannt, die regelmäßig per Post verschickt wurden und von vielen Haushalten gesammelt wurden. Die blau-weißen Coupons wurden zu einem kulturellen Phänomen – viele Kunden stapelten sie über Jahre hinweg, da die Kette die Gutscheine auch nach Ablaufdatum häufig akzeptierte. Diese Kultstatus-Gutscheine wurden zum Markenzeichen des Unternehmens.

Die Handelskette, die einst zu den bekanntesten Haushaltswarengeschäften der Vereinigten Staaten zählte, hatte in den vergangenen Jahren erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten durchgemacht. Das Unternehmen meldete Insolvenz an und schloss seine stationären Filialen. Für viele Stammkunden bedeutete das Ende der Filialen auch das Ende einer Einkaufsära – Tierney bringt dieses Gefühl mit ihrer Aussage deutlich zum Ausdruck.

Einlösung als Zeichen der Rückkehr

Die Ankündigung, dass Bed Bath & Beyond nun wieder alte Gutscheine akzeptiert, wird von der treuen Fangemeinde als lang ersehnter Moment der Einlösung gefeiert – im doppelten Sinne: sowohl finanziell als auch emotional. Für Kunden wie Tierney, die über Jahre hinweg an ihren Gutscheinen festgehalten haben, erfüllt sich damit eine Hoffnung, die viele schon aufgegeben hatten.

Für deutsche Verbraucher mag das Phänomen des jahrzehntelangen Gutschein-Hortens ungewöhnlich wirken. In den USA war die Praxis des „Couponing" jedoch lange Zeit weit verbreitet und sozial akzeptiert. Bed Bath & Beyond hatte diese Kultur mit seinen großzügigen Rabatten maßgeblich mitgeprägt – und offenbar bei einem Teil seiner Kundschaft eine außergewöhnlich starke Markenbindung erzeugt, die selbst eine Insolvenz überdauerte.

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