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BC Partners Deutschland: Neue Führung setzt auf Wachstum

Generationenwechsel in schwierigem Marktumfeld - Ziele und Strategien der Doppelspitze

BC Partners Deutschland: Neue Führung setzt auf Wachstum

BC Partners Deutschland hat eine neue Doppelspitze ernannt, um die Flaute bei Transaktionen zu beenden und wieder vermehrt in Deutschland aktiv zu werden. Die beiden neuen Deutschland-Chefs sind Moritz Elfers (40) und Falco Pichler (38). Ihr Ziel ist es, mindestens einen Deal im deutschsprachigen Raum pro Jahr abzuschließen, wobei die Untergrenze für Transaktionen etwa 500 Millionen Euro beträgt. Der jüngste Fonds XI des Private-Equity-Unternehmens mit einem Volumen von sieben Milliarden Euro ist zu etwa 60 Prozent investiert, was ausreichend Mittel für weitere Investitionen, insbesondere im größeren Mittelstand, bereitstellt.

Moritz Elfers kam im Jahr 2011 zu BC Partners und hatte zuvor für die renommierte Großkanzlei Freshfields gearbeitet. Falco Pichler ist bereits seit 2009 für das Unternehmen tätig und hat Erfahrung als Analyst bei der Investmentbank Morgan Stanley gesammelt. Die beiden neuen Führungskräfte setzen somit nicht nur einen Paradigmenwechsel, sondern auch einen Generationenwechsel in dem Unternehmen fort. Über Jahrzehnte hinweg haben Jens Reidel und Stefan Zuschke BC Partners in Deutschland etabliert und zur Marke gemacht.

Der Wechsel an der Spitze erfolgt in einer Zeit, in der sich die Marktbedingungen für die Beteiligungsbranche verändert haben. Fremdkapital ist teurer und schwerer zu beschaffen, und Geldgeber für neue Private-Equity-Fonds sind zunehmend vorsichtiger geworden. Weltweit liegt das nicht investierte Kapital mittlerweile bei einem Rekordwert von 1,55 Billionen Dollar. Dies stellt die Private-Equity-Branche vor Herausforderungen, da das Transaktionsumfeld deutlich schwieriger geworden ist.

Auch in Deutschland sind Deals unter Beteiligung von Finanzinvestoren derzeit eher rar gesät, und die Stimmung auf dem deutschen Private-Equity-Markt bleibt unterkühlt. Die Expertise der neuen Deutschland-Chefs von BC Partners liegt vor allem in den Sektoren Industrie, Dienstleistungen und Gesundheitswesen. Telekommunikation und Technologie werden von London aus betreut. Im Beteiligungsportfolio sehen sie Potenzial für einen Börsengang des Wissenschaftsverlags Springer Nature. Ein erster Versuch im Jahr 2020 scheiterte aufgrund der damaligen Marktbedingungen, aber die Option eines Börsengangs bleibt offen. Auch der Technologiekonzern Ceramtec könnte in Zukunft kapitalmarktfähig sein, obwohl das Investment erst vor knapp zwei Jahren gemeinsam mit der kanadischen CPPIB erfolgte und noch Zeit für weitere Entwicklungen benötigt. Die neue Doppelspitze von BC Partners Deutschland steht vor anspruchsvollen Aufgaben in einer sich wandelnden Beteiligungslandschaft, aber sie sind zuversichtlich, ihre Ziele zu erreichen und das Unternehmen wieder auf den Wachstumspfad zu führen.

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