Bayer-Triumph vor Supreme Court katapultiert DAX über 25.000 Punkte

Ein historisches Urteil aus Washington und starke Signale aus dem KI-Sektor haben dem deutschen Leitindex am Donnerstag kräftigen Auftrieb gegeben. Bayer errang vor dem Obersten Gerichtshof der USA einen wegweisenden Sieg im milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreit – und zog damit den gesamten DAX mit nach oben.
Der Supreme Court entschied, dass die Zulassungsvorgaben der US-Bundesbehörden Vorrang vor dem Recht einzelner Bundesstaaten haben. Damit verlieren Tausende von Klagen gegen Bayer ihre rechtliche Grundlage, in denen dem Konzern unzureichende Krebs-Warnhinweise auf seinem Unkrautvernichter Glyphosat vorgeworfen wurden. Bayer hatte stets argumentiert, dass die US-Umweltschutzbehörde EPA den Wirkstoff als nicht krebserregend einstuft und zusätzliche Warnhinweise daher nicht erforderlich seien. Die Bayer-Aktie reagierte mit einem Kurssprung von über 18 Prozent und führte damit die DAX-Gewinnerliste klar an.
Der DAX schloss mit einem Plus von rund einem Prozent bei 24.994 Punkten. Im Tagesverlauf markierte der Index bei 25.088 Zählern ein neues Tageshoch und überwand damit kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, die noch am Vortag als schwer erreichbare Hürde galt.
Rückenwind kam auch aus dem Technologiesektor: Der US-Speicherchiphersteller Micron Technology überzeugte Anleger mit starken Quartalszahlen. Besonders die Nachfrage nach Hochleistungsspeichern für KI-Anwendungen übersteigt laut Micron-Chef Sanjay Mehrotra das aktuelle Angebot – und daran werde sich so schnell nichts ändern. Die Micron-Aktie legte an der Nasdaq zur Mittagszeit US-Ortszeit um rund 14 Prozent zu, nachdem sie vorbörslich zeitweise sogar 18 Prozent im Plus gelegen hatte.
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Zur AktienanalyseDavon profitierten auch europäische Technologiewerte. Infineon und Siemens Energy gehörten zu den Gewinnern im DAX, da beide Unternehmen von den erwarteten milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren profitieren dürften. „Es ist klar, dass Europa bei Rechenzentren große Ambitionen hat. Diese Unternehmen können davon profitieren, da sie sowohl einen Teil der globalen Nachfrage bedienen als auch für den europäischen Ausbau der digitalen Infrastruktur gut aufgestellt sind


