Bayer stärkt Krebstherapie mit Millionendeal
Partnerschaft mit US-Biotechfirma NextRNA soll neue Onkologie-Programme vorantreiben

Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat einen bedeutenden Schritt zur Verstärkung seines Geschäfts mit Krebstherapien unternommen. In einer neuen Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Biotechunternehmen NextRNA soll die Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente vorangetrieben werden. Wie Bayer am Mittwoch bekannt gab, umfasst der Deal eine Summe von bis zu 547 Millionen Dollar. Diese Summe setzt sich aus Vorauszahlungen, erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen, Forschungsgeldern und gestaffelten Lizenzgebühren zusammen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung von zwei Onkologie-Programmen, wobei das erste Programm derzeit noch in der frühen präklinischen Phase bei NextRNA befindet.
Diese strategische Partnerschaft ist für Bayer von großer Bedeutung, da der Konzern dringend Nachschub für seine Pharmapipeline benötigt. In den nächsten Jahren laufen die Patente der beiden umsatzstarken Medikamente Xarelto, ein Gerinnungshemmer, und Eylea, ein Augenmittel, aus. Dies stellt Bayer vor erhebliche Herausforderungen, da diese Medikamente bisher eine zentrale Rolle im Umsatz des Unternehmens gespielt haben. Der Druck auf Bayer, neue und erfolgreiche Medikamente auf den Markt zu bringen, ist daher hoch.
Besonders enttäuschend war für Bayer der Misserfolg des Gerinnungshemmers Asundexian, der Ende des vergangenen Jahres in einer entscheidenden klinischen Studie scheiterte. Das Unternehmen hatte diesem Medikament ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als fünf Milliarden Euro zugeschrieben, mehr als jedem anderen Medikament in seiner Pipeline. Der Flop von Asundexian hat die Dringlichkeit, neue vielversprechende Medikamente zu entwickeln, noch einmal verstärkt.
Bereits im März dieses Jahres hatte Bayer eine weitere Maßnahme zur Stärkung seiner Pharmasparte ergriffen, indem der Konzern die Rechte an einem neuen Herzmedikament erwarb. Dieses Medikament, dessen Marktzulassung bereits im Januar bei der Europäischen Arzneimittelbehörde beantragt wurde, könnte schon bald auf den Markt kommen. Für diesen Deal hat Bayer bis zu 310 Millionen Dollar bereitgestellt, bestehend aus Vorauszahlungen und kurzfristigen erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen.
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Zur AktienanalyseMit der neuen Partnerschaft mit NextRNA und den anderen kürzlich ergriffenen Maßnahmen zielt Bayer darauf ab, seine Position im Pharmamarkt zu festigen und die bevorstehenden Herausforderungen durch den Verlust wichtiger Patente zu bewältigen. Der Erfolg dieser strategischen Schritte ist entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Konzerns.


