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Bayer-Aktie: Supreme Court könnte Glyphosat-Klagen beenden

Der US Supreme Court nimmt Bayers Berufungsantrag an und könnte damit Zehntausende Glyphosat-Klagen beenden. Die Aktie hat sich bereits verdoppelt.

Bayer-Aktie: Supreme Court könnte Glyphosat-Klagen beenden

Die Bayer-Aktie erlebt eine bemerkenswerte Renaissance. Seit dem vergangenen Jahr hat sich der Kurs von rund 20 auf über 40 Euro mehr als verdoppelt. Analysten stufen das Papier reihenweise hoch, das Agrargeschäft stabilisiert sich und positive Pharma-News treiben den Wert weiter nach oben.

Supreme Court nimmt Fall an

Am Freitagabend kam die entscheidende Nachricht: Der Oberste Gerichtshof der USA hat Bayers Berufungsantrag angenommen. Die Richter werden sich grundsätzlich mit den Glyphosat-Klagen gegen den Leverkusener Konzern befassen. Ein finales Urteil wird voraussichtlich im Juni fallen.

Die Annahme des Falls erhöht Bayers Chancen dramatisch, Zehntausende kostspielige Klagen loszuwerden. Das fast ein Jahrzehnt andauernde Rechts-Drama, das den Konzern bereits Milliarden gekostet hat, könnte damit ein Ende finden.

Kernfrage: Warnhinweise auf Glyphosat-Kanistern

Viele Kläger hatten sich auf fehlende Warnhinweise auf den Produkten berufen und vor Gericht gewonnen. Bayer argumentierte stets, dass zusätzliche Warnungen unzulässig seien, da die US-Umweltbehörde EPA Glyphosat nicht als krebserregend einstuft. Der Supreme Court soll nun diese grundsätzliche Frage klären.

Bayer-Chef Bill Anderson zeigt sich erfreut: "Das ist eine gute Nachricht für die Landwirte in den USA, die regulatorische Klarheit benötigen." Für Bayer selbst dürfte die Entscheidung noch wichtiger sein.

Operative Herausforderungen bleiben

Trotz der positiven Entwicklung an der Börse gibt es operativ noch Baustellen. Das Agrargeschäft kommt nicht richtig voran, besonders bei Glyphosat verzeichnet der Konzern Einbußen. Im Pharmabereich hat Bayer zwar vielversprechende neue Medikamente in der Pipeline, doch bis diese zu deutlichem Umsatzwachstum führen, wird es bis 2027 dauern.

Kläger könnten Strategie ändern

Selbst bei einem positiven Urteil des Supreme Court sind die Glyphosat-Klagen nicht vollständig vom Tisch. Analysten erwarten, dass Kläger künftig ihre Strategie ändern könnten. Statt fehlender Warnhinweise könnten sie sich auf angeblich irreführende Werbung, etwa in TV-Spots, berufen.

Ausblick für die Aktie

Am Montagmorgen dürfte die Bayer-Aktie weiter zulegen, obwohl viele Analysten eine positive Glyphosat-Prognose bereits eingepreist hatten. Die Kombination aus Rechtsklarheit, verbessertem operativem Geschäft und neuen Pharma-Produkten könnte die Aktie mittelfristig weiter antreiben.

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