Bayer-Aktie: Pharma-Pipeline überzeugt Investoren
Bayer-Pharma-Chef Stefan Oelrich präsentiert auf der JP Morgan Healthcare Conference eine starke Medikamenten-Pipeline. Die Investoren reagieren positiv – mehrere Banken haben ihre Kursziele angehoben.

Auf der weltweit wichtigsten Pharma-Konferenz in San Francisco hatte Stefan Oelrich, Leiter der Bayer-Pharmasparte, 20 Minuten Zeit, um die Investoren zu überzeugen. Seine Botschaft: Die Strategie geht auf. "Es ist die beste Pharma-Pipeline, die Bayer seit Langem hat", betonte Oelrich selbstbewusst.
Neue Blockbuster-Medikamente zeigen Wirkung
Die jüngsten Produkteinführungen können sich sehen lassen. Das Prostatakrebsmedikament Nubeqa erzielte in den ersten neun Monaten bereits Umsätze von 1,7 Milliarden Euro. Hinzu kommen das Nieren- und Herzmedikament Kerendia, das Herzmittel Beyonttra sowie Lynkuet gegen Wechseljahresbeschwerden – allesamt mit Blockbuster-Potenzial.
Besonders vielversprechend: Asundexian, ein Präparat zur Schlaganfall-Prävention. Nach einem Rückschlag vor zwei Jahren in einer anderen Indikation zeigt das Medikament nun positive Testdaten. Bayer rechnet mit einer Zulassung bis Ende 2025 und hofft auf Umsätze von über einer Milliarde Dollar.
Analysten heben Kursziele an
"Viele Investoren schätzen unsere Pipeline viel besser ein als noch vor einem Jahr", erklärt Oelrich. Tatsächlich haben JP Morgan, Morgan Stanley und die Barclays Bank ihre Prognosen für die Bayer-Aktie zuletzt erhöht. Neben der verbesserten Pharma-Pipeline spielt auch die günstigere Entwicklung in den Glyphosat-Prozessen eine Rolle.
Allerdings: In den aktuellen Zahlen schlägt sich die Offensive noch nicht nieder. Die Pharmasparte meldete zuletzt stagnierende Umsätze und ein rückläufiges Ergebnis, vor allem wegen auslaufender Patente bei den Kassenschlagern Xarelto und Eylea. Die Sparte trägt derzeit knapp 46 Prozent zum Konzernumsatz von rund 46 Milliarden Euro bei.
Wachstumsziele bis 2030
Oelrich nennt konkrete Ziele: Ab 2027 soll die Pharmasparte wieder "überdurchschnittlich" wachsen. Ab 2028 soll die Gewinnmarge "deutlich" steigen – bis 2030 auf 30 Prozent, gegenüber aktuell etwas über 20 Prozent.
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Zur AktienanalyseEin besonderes Augenmerk liegt auf dem US-Markt. Dort zählt Bayer im Pharmageschäft bisher nicht einmal zu den Top 20. "Wir wollen auch in den USA dort stehen, wo wir global stehen", so Oelrich. Dazu dürfte auch politische Überzeugungsarbeit nötig sein – einen Preis-Deal mit der US-Regierung hat Bayer noch nicht geschlossen.
Fazit für Anleger
Die Bayer-Aktie profitiert von der verbesserten Stimmung rund um die Pharmasparte. Mit einer starken Pipeline, konkreten Wachstumszielen und positiven Analystenstimmen könnte 2025 tatsächlich das Wendejahr werden, das Oelrich verspricht. Anleger sollten die Präsentation der finalen Asundexian-Daten Anfang Februar aufmerksam verfolgen.


