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Bauzinsen auf historischem Tiefstand

Ein Blick auf die Auswirkungen für Immobilienkäufer und die Erwartungen der Kapitalmärkte

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Bauzinsen auf historischem Tiefstand

Die gute Nachricht für Immobilienkäufer mit exzellenter Kreditwürdigkeit lautet: Die Bauzinsen sind zum Jahresanfang 2024 auf unter drei Prozent gefallen. Dies geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Check24 hervor. Anfang Januar lagen die besten Konditionen für zehnjährige Baufinanzierungen bei erstaunlich niedrigen 2,93 Prozent. Im Vergleich zum 1. Dezember 2023 ist das ein Rückgang um 0,36 Prozentpunkte. Ingo Foitzik, Geschäftsführer Baufinanzierung bei Check24, erklärte diesen Trend mit den gesunkenen Renditen für zehnjährige Bundesanleihen und der rückläufigen Inflation. Er betonte, dass die Banken bereits auf diese Entwicklung vorbereitet seien.

Die Auswirkungen dieser gesunkenen Bauzinsen können beträchtlich sein. Bei einer Baufinanzierung von 400.000 Euro und einem Zinssatz von 2,93 Prozent pro Jahr ergeben sich Zinskosten in Höhe von 104.569 Euro für die gesamte Laufzeit der zehn Jahre. Die monatliche Rate beträgt in diesem Fall 1.643 Euro. Im Vergleich zu den Zinsen Anfang Dezember, die bei 3,29 Prozent lagen, können Käufer somit 12.673 Euro an Zinskosten einsparen, bei einer um 120 Euro niedrigeren Monatsrate.

Diese positiven Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt werden mit Spannung an den Börsen beobachtet. Investoren hoffen auf mögliche Leitzinssenkungen im Laufe des Jahres 2024, da die Inflation tendenziell gesunken ist. Obwohl die Teuerungsrate in der Eurozone im Dezember auf 2,9 Prozent angestiegen ist, verzeichnete sie im Verlauf des Jahres 2023 einen Rückgang. Im Herbst 2022 erreichte sie mit 10,7 Prozent ein Rekordhoch. Die Renditen von zehnjährigen Bundesanleihen sind seit ihrem Höchststand im Herbst ebenfalls deutlich gefallen, was sich direkt auf die Bauzinsen auswirkt. Die Frankfurter FMH-Finanzberatung berichtet von einem Rückgang der Bauzinsen um etwa 0,8 Prozentpunkte seit Ende Oktober.

Die durchschnittlichen Bauzinsen über zehn Jahre, wie sie von Check24 berechnet wurden, liegen bei 3,16 Prozent. Bei einer Finanzierung von 400.000 Euro zu diesem Zinssatz entstehen Zinskosten von 112.670 Euro für die gesamte Laufzeit der zehnjährigen Sollzinsbindung. Die monatliche Rate beträgt dann 1.720 Euro. Im Vergleich zu einem Durchschnittszins im vergangenen Dezember von 3,34 Prozent können Immobilienkäufer auf diese Weise 6.329 Euro an Zinskosten einsparen, bei einer um 60 Euro niedrigeren monatlichen Rate.

Experten gehen jedoch davon aus, dass der Trend der stark fallenden Bauzinsen in den kommenden Wochen eher einer Seitwärtsbewegung weichen wird. Ökonomen der Deutschen Bank prognostizieren sogar steigende Bauzinsen im Verlauf des Jahres 2024, da die Inflation trotz steigender Löhne voraussichtlich über zwei Prozent bleiben wird. Bis Ende 2024 könnten die Zinsen für Hypotheken mit einer Laufzeit von fünf bis zehn Jahren wieder auf 3,8 Prozent steigen, so die aktuelle Einschätzung von Jochen Möbert, einem Analysten der Deutschen Bank.

ImmobilienZinsenFinanzierung

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