Bausparvertrag 2026: Diese Tarife bieten die besten Konditionen
Der Bausparvertrag erlebt nach der Zinswende eine Renaissance. Experten analysieren 66 aktuelle Tarife und küren die Testsieger bei privaten und öffentlichen Bausparkassen.

Der klassische Bausparvertrag feiert sein Comeback. Was jahrelang als verstaubtes Finanzprodukt galt, wird für Immobilienkäufer wieder attraktiv. Der Grund: Steigende Zinsen machen die Planungssicherheit wertvoll.
Zinswende bringt Nachfrageschub
"Mit der Zinswende Anfang 2022 kam die Erkenntnis zurück, dass Zinsen auch wieder steigen können", erklärt Christian König vom Verband der privaten Bausparkassen. Die Finanzierungskosten für Wohnungskäufer haben sich innerhalb kürzester Zeit vervielfacht. 2022 und 2023 führte dies zu außergewöhnlich starker Nachfrage nach Bausparverträgen.
Aktuell haben sich die Hypothekenzinsen zwar stabilisiert, bewegen sich aber wieder in Richtung vier Prozent für zehnjährige Darlehen. Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe, erwartet keine baldige Entlastung: "Die erste Jahreshälfte 2026 wird voraussichtlich keine Besserung bringen."
Eigenkapital als Haupthürde
"Fehlendes Eigenkapital ist die Haupthürde für den Erwerb von Wohneigentum", betont Axel Guthmann von den Landesbausparkassen. Durch weiter steigende Kaufpreise wird diese Hürde immer höher. Bausparen bietet hier eine sichere Möglichkeit zum Vermögensaufbau.
Allerdings warnt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung vor zu hohen Bausparsummen: Bei einem 100.000-Euro-Vertrag müssen Sparer monatlich etwa 400 Euro ansparen und später rund 600 Euro tilgen. "Die Bausparsummen sollten für Otto-Normal-Verbraucher nicht zu hoch abgeschlossen werden."
Neue Einsatzmöglichkeiten
Bausparen wird heute vielfältiger genutzt. "Es ist zum idealen Instrument für die Rücklagenbildung von Hausbesitzern geworden", sagt Herbst. Besonders für Modernisierungen und energetische Sanierungen eignet sich das Produkt.
Die Testsieger im Überblick
Die FMH-Finanzberatung hat exklusiv 66 aktuelle Tarife analysiert. Basis: 50.000 Euro Bausparsumme, zehn Jahre Ansparzeit. Bewertet wurden Anspar- und Darlehensraten sowie Gesamtkosten.
Bei den privaten Bausparkassen erhielten drei Tarife die Bestnote "sehr gut":
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Alte Leipziger Bauspar
(Platz 1): Sollzins 2,45 Prozent, Guthabenzins 1,2 Prozent, Ansparrate 205 Euro monatlich, Tilgungsrate 235,32 Euro, Gesamtkosten 52.073 Euro
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Signal Iduna Bauspar
(Platz 2): Sollzins 1,78 Prozent, Guthabenzins 0,2 Prozent, Ansparrate 150 Euro monatlich, Tilgungsrate 236,63 Euro, Gesamtkosten 52.213 Euro
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Bausparkasse Mainz
(Platz 3): Gesamtkosten 55.042 Euro
LBS-Tarife punkten mit niedrigen Zinsen
Bei den öffentlichen Bausparkassen überzeugten zwei Tarife:
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Zur AktienanalyseLBS NordWest
: Sollzins 1,9 Prozent, Ansparrate 187 Euro, Tilgungsrate 250 Euro, Gesamtkosten 54.025 Euro
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LBS NordOst
: Sollzins 1,65 Prozent, Gesamtkosten 52.984 Euro, allerdings einen Monat längere Ansparzeit
Bei beiden LBS-Tarifen liegt der Guthabenzins bei 0,1 Prozent, die Abschlussgebühr bei 1,6 Prozent.
Vergleich lohnt sich
Insgesamt stehen Interessenten 36 Tarife der LBS Bausparkassen und 30 Tarife privater Anbieter zur Auswahl. Ein gründlicher Vergleich ist unerlässlich, da sich die Konditionen deutlich unterscheiden. Die Unsicherheit über die langfristige Zinsentwicklung macht eine fundierte Entscheidung umso wichtiger.


