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Batterierecycling: Ein Milliardenmarkt im Aufschwung

Die visionäre Arbeit von Li-Cycle und Redwood in der Rohstoffgewinnung

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Batterierecycling: Ein Milliardenmarkt im Aufschwung

Alte Lithium-Ionen-Batterien enthalten kritische Metalle wie Lithium, Nickel, Kobalt und Grafit. Doch herkömmliche Recycling-Methoden können Lithium nicht effizient genug aus diesen Akkus isolieren, um es für neue Batterien zu verwenden. Zwei nordamerikanische Start-ups, Li-Cycle aus Kanada und Redwood aus den USA, arbeiten an neuen Recyclingmethoden, um Lithium-Ionen-Akkus im großen Maßstab nahezu vollständig wiederzuverwerten, und beide sind in Deutschland aktiv.

Hinter Redwood steht der ehemalige Tesla-Manager JB Straubel, der kritische Metalle wie Nickel, Kobalt, Lithium und Kupfer aus alten Batterien zurückgewinnen möchte. Redwood strebt einen Recyclinggrad von möglicherweise 95 Prozent an. Das gleiche Ziel verfolgt Li-Cycle, ein kanadisches Unternehmen, das in Europa mit dem schweizerischen Rohstoffkonzern Glencore zusammenarbeitet. Sie planen, die gesamte Wertschöpfungskette von der Sammlung alter Batterien bis zur Aufbereitung von Metallen für die Batterieproduktion anzubieten.

Die Nachfrage nach Recyclingkapazität wird voraussichtlich stark steigen, und Experten prognostizieren, dass die verfügbare Batteriekapazität für das Recycling von derzeit etwa 10.000 Tonnen auf 460.000 Tonnen ansteigen wird. Eine große Menge an Altakkus von Elektroautos wird jedoch erst zwischen 2030 und 2040 erwartet. Bis dahin könnten knapp sechs Millionen Tonnen Lithium-Ionen-Schrott auf den Markt kommen, mit einem geschätzten Recycling-Erlös von acht Milliarden Euro allein in Europa ab 2035.

Um diese Massen zu bewältigen, muss der Markt professionalisiert werden. Noch ist unklar, wie die Wertschöpfungskette aussehen wird. Bergbauunternehmen, Rohstoffhändler und Batterie- und Elektroautohersteller sind alle an diesem Markt interessiert. Recycling wird eine entscheidende Rolle spielen, um die Versorgung mit kritischen Rohstoffen wie Lithium und Kupfer sicherzustellen.

In Magdeburg hat Li-Cycle eine effiziente Anlage zur Trennung von Metallen aus alten Batterien entwickelt, während Redwood in Bremerhaven eine ähnliche Anlage betreibt. Beide Unternehmen arbeiten an hydrometallurgischen Verfahren, um Metalle mithilfe von Säure zu extrahieren. Diese Verfahren könnten die Effizienz und Qualität des Recyclings erhöhen.

US-Unternehmen haben aufgrund von Subventionen in den USA einen Vorteil bei der Finanzierung von Recyclingprojekten. Redwood erhielt vergünstigte Kredite über zwei Milliarden Dollar von der US-Regierung, während Li-Cycle 375 Millionen Dollar für sein Werk in Rochester erhielt.

ElektrofahrzeugeBatterienStart-UpsRecycling

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