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BASF verlagert Tausende Jobs nach Indien – Börse Stuttgart plant Krypto-Fusion

Chemiekonzern streicht massiv Stellen in Berlin. Gleichzeitig entsteht europäischer Krypto-Riese durch Mega-Fusion.

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BASF verlagert Tausende Jobs nach Indien – Börse Stuttgart plant Krypto-Fusion

Der deutsche Chemiegigant BASF steht vor einem drastischen Stellenabbau in Deutschland. Das Unternehmen plant, seine globalen Geschäftsdienstleistungen (Global Business Services, GBS) in ein neues Zentrum nach Indien zu verlagern. Besonders hart trifft es den Standort Berlin, wo derzeit 2.800 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die GBS-Abteilungen umfassen zentrale Bereiche wie Finanzen, Logistik, Personalwesen, Sicherheit und Qualitätsmanagement.

BASF begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, "langfristige Kosteneffizienz, Widerstandsfähigkeit und konsistente Servicebereitstellung" zu sichern. Während konkrete Zahlen zum Stellenabbau noch nicht feststehen, dürfte die Berliner Niederlassung als größtes europäisches Servicecenter besonders betroffen sein. Zum Vergleich: In Kuala Lumpur arbeiten 1.040 Mitarbeiter für Asien, in Montevideo 940 für Amerika.

Die Gewerkschaft IGBCE reagierte empört auf die Pläne. Vorsitzender Michael Vassiliadis bezeichnete die Entscheidung als "beschäftigungspolitischen Schlag ins Gesicht". Die Berliner Einheit war vor zwei Jahrzehnten unter besonderen Bedingungen entstanden: Mitarbeiter akzeptierten niedrigere Löhne und längere Arbeitszeiten als im Chemie-Tarifvertrag üblich, im Gegenzug wurden Arbeitsplätze in der Hauptstadt geschaffen statt nach Slowakei verlagert. BASF kündigte Gespräche mit der Gewerkschaft an und betonte, dass der bestehende Haustarifvertrag vorerst gültig bleibe.

Börse Stuttgart schmiedet Krypto-Allianz

Parallel zur Industrierestrukturierung bahnt sich in der deutschen Finanzwelt eine bedeutende Konsolidierung an. Börse Stuttgart Digital plant die Fusion mit dem Frankfurter Krypto-Unternehmen Tradias. Der Zusammenschluss soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden.

Durch die Fusion entsteht ein führender europäischer Anbieter für Handel, Vermittlung und Verwahrung digitaler Assets. Die Börse Stuttgart ist bereits über ihre Bison-App am Markt, die kürzlich die Marke von einer Million Nutzern überschritten hat. Die Infrastruktur von Börse Stuttgart Digital ermöglicht institutionellen Zugang zu Kryptowährungen – unter anderem nutzt die DekaBank den Service, wodurch ab Sommer rund 50 Millionen Sparkassenkunden Zugriff erhalten.

Tradias fungiert als wichtiger Dienstleister und Market Maker für verschiedene Broker, darunter Trade Republic und FlatexDegiro. Tradias-Gründer Christopher Beck erwartet durch die Fusion tiefere Liquidität und potenziell engere Spreads – also geringere Differenzen zwischen An- und Verkaufspreisen. Ob Broker diese Effizienzgewinne an Privatkunden weitergeben, bleibt allerdings offen.

Aktivist nimmt Londoner Börse ins Visier

Auf internationaler Ebene sorgt der Aktivist Elliott Investment Management für Aufsehen. Der US-Investor hat sich an der London Stock Exchange Group (LSEG) beteiligt und bereitet Berichten zufolge Forderungen nach erhöhten Aktienrückkäufen und Margensteigerungen vor. Die LSEG-Aktie ist im vergangenen Jahr um 35 Prozent gefallen, da Investoren befürchten, künstliche Intelligenz könnte den langfristigen Bedarf an Finanzdaten- und Analysediensten verringern.

Interessanterweise strebt Elliott keine Aufspaltung des Konzerns an. Die LSEG, die kürzlich ein Rückkaufprogramm über eine Milliarde Pfund abgeschlossen hat, betont einen "aktiven und offenen Dialog" mit Investoren. Elliott hat bereits eine bewegte Geschichte mit der Londoner Börse, einschließlich gescheiterter Fusionsversuche und eines Streits mit dem Aktivisten Christopher Hohn im Jahr 2017.

Debatte um deutsche Goldreserven

In Deutschland selbst entbrennt eine fiskalpolitische Diskussion über einen möglichen Verkauf staatlicher Goldreserven zur Schuldenreduzierung oder Investitionsfinanzierung. Deutschland hält etwa 3.350 Tonnen Gold. Ökonomen warnen jedoch vor erheblichen Nachteilen: Großangelegte Verkäufe würden massiven Abwärtsdruck auf den globalen Goldpreis ausüben und den Wert der verbleibenden Reserven untergraben.

Zentralbanken vermeiden generell große Verkäufe, die Märkte destabilisieren könnten. Goldreserven gelten nicht nur als Vermögenswerte, sondern als strategische Reserve für Krisenzeiten. Rechtlich kann die Bundesregierung die Bundesbank nicht zu Goldverkäufen zwingen oder die Erlöse für die allgemeine Haushaltsfinanzierung nutzen. International würde ein einseitiger deutscher Verkauf das sensible Gleichgewicht unter Zentralbanken stören – viele Schwellenländer kaufen derzeit aktiv Gold, um ihre Dollar-Abhängigkeit zu reduzieren.

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