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BASF und Bayer: Kepler Cheuvreux sieht Kaufchancen bei Chemie-Riesen

Die Investmentbank Kepler Cheuvreux empfiehlt BASF und Bayer zum Kauf und sieht bei beiden deutschen Chemie-Giganten deutliches Kurspotenzial. Während BASF von einer erwarteten Nachfrageerholung profitieren soll, könnte bei Bayer eine Entspannung bei den

BASF und Bayer: Kepler Cheuvreux sieht Kaufchancen bei Chemie-Riesen

Die Investmentbank Kepler Cheuvreux hat BASF und Bayer mit "Buy"-Ratings ausgestattet und sieht trotz unterschiedlicher Herausforderungen attraktive Einstiegschancen bei beiden DAX-Konzernen. Für BASF wurde ein Kursziel von 56 Euro ausgegeben, was ein Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent bedeutet. Bei Bayer liegt das Kursziel bei 53 Euro.

BASF: Kostensenkung und China-Expansion im Fokus

BASF bleibt laut Kepler Cheuvreux die bevorzugte Aktie im Chemiesektor. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,5 für 2026 ist der weltgrößte Chemiekonzern günstiger bewertet als der Branchendurchschnitt von 15,6. Die Analysten erwarten, dass BASF erheblich von einer Nachfrageerholung im Jahr 2026 profitieren wird.

Das Unternehmen setzt derzeit auf ein striktes Kostensenkungsprogramm, das bis 2026 Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro bringen soll. Gleichzeitig investiert BASF strategisch in seine Produktionsstandorte, darunter die neu eröffnete Anlage in Zhanjiang, China. Für 2028 ist zudem ein Teilbörsengang der Sparte Agricultural Solutions geplant.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Die Deutsche Bank stufte BASF kürzlich von "Buy" auf "Hold" herab und senkte das Kursziel auf 45 Euro. Als Begründung nannte die Bank einen herausfordernden Branchenausblick. Zudem ereignete sich im Werk Ludwigshafen ein Unfall, bei dem zwei Mitarbeiter verletzt wurden.

Bayer: Hoffnung auf Ende der Glyphosat-Klagen

Bei Bayer steht eine mögliche Wende in den belastenden Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat bevor. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, einen prominenten Fall zu prüfen, erhöht die Chancen, dass der Konzern die Klagewelle eindämmen kann. Die Rechtsstreitigkeiten resultieren aus der Monsanto-Übernahme im Jahr 2018 und haben die Aktie jahrelang belastet.

Neben der rechtlichen Entspannung punktet Bayer mit einer robusten Produktpipeline. Im Bereich Crop Science prognostiziert das Unternehmen bis Ende der 2030er Jahre ein Spitzenumsatzpotenzial von 32 Milliarden Euro. Wichtige pharmazeutische Produkte wie Kerendia gegen chronische Nierenerkrankungen und Nubeqa gegen Prostatakrebs sollen das künftige Wachstum stützen.

Positive Studienergebnisse und Durchbruchstatus

Jüngste Erfolge untermauern die Wachstumsstrategie: Das experimentelle Medikament Asundexian senkte in einer Spätphasenstudie das Risiko von Folgeschlaganfällen um 26 Prozent. Zudem erhielt Sevabertinib von US-amerikanischen und chinesischen Aufsichtsbehörden den Status als Therapiedurchbruch für die Behandlung einer spezifischen Art von Lungenkrebs.

Die Analysten von Kepler Cheuvreux sehen die befürchtete "Patentklippe" durch den Verlust der Exklusivität für Eylea und Xarelto als besser bewältigbar an als zuvor angenommen. Die starke Pipeline könnte die Umsatzrückgänge bei den Blockbuster-Medikamenten kompensieren.

Chemiesektor unter Druck

Der gesamte Chemiesektor navigiert durch ein anspruchsvolles Umfeld mit wirtschaftlichem Druck, regulatorischen Herausforderungen und sich verändernden Nachfragemustern. Kepler Cheuvreux sieht jedoch bei Unternehmen mit starken Fundamentaldaten und klarer strategischer Ausrichtung attraktive Chancen für Anleger.

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