BASF übertrifft Erwartungen trotz Gewinnrückgang
Höhere Absatzmengen und strategischer Verkauf stützen Ergebnis im dritten Quartal

Der Chemiekonzern BASF hat im dritten Quartal 2025 einen leichten Rückgang des bereinigten operativen Gewinns verzeichnet, die Markterwartungen jedoch übertroffen. Das Unternehmen teilte mit, dass das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 4,8 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro sank. Analysten hatten im Durchschnitt mit 1,5 Milliarden Euro gerechnet. Höhere Absatzmengen konnten die negativen Auswirkungen aus Wechselkursveränderungen und niedrigeren Preisen teilweise ausgleichen.
BASF sah sich in mehreren Geschäftsbereichen mit Preisdruck konfrontiert, insbesondere bei Basis- und Industriekemikalien sowie bei Agrarprodukten. Nur die Sparten Surface Technologies und Nutrition & Care konnten höhere Preise durchsetzen. Unternehmenschef Markus Kamieth erklärte, das Kaufverhalten der Kunden bleibe in nahezu allen Branchen und Regionen zurückhaltend.
Das Unternehmen passte seine Jahresprognose an, um den geplanten Verkauf der Lack- und Beschichtungssparte zu berücksichtigen. Der bereinigte EBITDA-Gewinn für das Gesamtjahr wird nun zwischen 6,7 und 7,1 Milliarden Euro erwartet. Die Trennung von Geschäften, die nicht eng mit den Produktionsverbünden des Konzerns verknüpft sind, bleibt ein zentrales Ziel der strategischen Neuausrichtung unter Kamieth.
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Zur AktienanalyseAnfang Oktober hatte BASF den Verkauf von 60 Prozent seiner Coatings-Sparte an den Finanzinvestor Carlyle und den Staatsfonds Qatar Investment Authority vereinbart. Der Transaktionswert liegt bei 5,8 Milliarden Euro in bar. Diese Einnahmen ermöglichen es dem Konzern, das bereits angekündigte Aktienrückkaufprogramm früher als geplant umzusetzen. Damit verfolgt BASF das Ziel, den Unternehmenswert zu steigern und die Kapitalstruktur zu stärken.


