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BASF reduziert Gewinnprognose für 2024 deutlich

Schwäche in der Autoindustrie und Preisdruck in China belasten

BASF reduziert Gewinnprognose für 2024 deutlich

Der Chemiekonzern BASF zeigt sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zurückhaltend mit seinen Prognosen für das Gesamtjahr. Im abgelaufenen Quartal konnte das Unternehmen zwar sein bereinigtes Ergebnis verbessern, doch für den weiteren Jahresverlauf erwartet das Management nur noch, das untere Ende der prognostizierten Gewinnspanne zu erreichen. BASF hatte ursprünglich für 2024 ein bereinigtes EBITDA von 8,0 bis 8,6 Milliarden Euro in Aussicht gestellt, doch Analysten zweifeln mittlerweile daran, dass selbst diese untere Grenze erreichbar ist. Sie schätzen derzeit einen Wert von etwa 7,8 Milliarden Euro.

Die Aktie des Unternehmens zeigte am Vormittag in Frankfurt leichte Verluste und notierte bei etwa 45 Euro. Der Vorstand von BASF verwies auf eine „positive Ergebnisdynamik“ in den neu definierten Kerngeschäften des Konzerns. Gleichzeitig steht das Unternehmen jedoch vor erheblichen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Agrarchemikalien, wo ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. Das schwierige Umfeld in der Automobilindustrie belastet zudem das Geschäft von BASF, da nahezu 20 Prozent des Konzernumsatzes aus dieser Branche stammen. Die Nachfrage in der Autoindustrie schwächelt weltweit, und viele Hersteller verschieben geplante Neueinführungen und senken ihre Produktion.

Vor allem der chinesische Markt bereitet BASF Probleme. In der Region Greater China verzeichnete das Unternehmen im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von 10,5 Prozent, obwohl die verkauften Mengen dort anstiegen. Die schwache Wirtschaftslage und ein harter Preiskampf mit örtlichen Herstellern belasten das Geschäft. BASF berichtet von sinkenden Preisen in nahezu allen Segmenten in China, was sich negativ auf die Gewinne auswirkt.

Vorstandschef Markus Kamieth hat einen umfassenden Konzernumbau angekündigt, um BASF wieder auf Kurs zu bringen. So prüft das Unternehmen, Geschäftsbereiche teilweise zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Zudem wurden Maßnahmen zur Senkung der Betriebskosten beschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu stärken. Bis Ende 2024 erwartet BASF jährliche Kosteneinsparungen von über 800 Millionen Euro und plant zusätzliche Sparmaßnahmen in Höhe von einer Milliarde Euro bis 2026.

Neben den Kostensenkungen plant Kamieth, die Hauptversammlung im kommenden Jahr ausschließlich virtuell abzuhalten, was vermutlich auf Widerstand bei Aktionären stoßen wird. Die zunehmenden Herausforderungen in der Chemiebranche, steigende Energiekosten und der Wettbewerbsdruck in verschiedenen Märkten zwingen BASF dazu, die Weichen neu zu stellen, um unter den aktuellen Marktbedingungen bestehen zu können.

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