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Barrick und Newmont einigen sich auf 1,95-Milliarden-Dollar-Deal

Die beiden weltgrößten westlichen Goldproduzenten beenden ihren Streit um das Nevada Gold Mines Joint Venture mit einer Milliardenzahlung.

Barrick und Newmont einigen sich auf 1,95-Milliarden-Dollar-Deal

Barrick Mining (TSX: ABX, NYSE: B) und Newmont (NYSE, ASX: NEM) haben ihre langjährigen Streitigkeiten rund um das gemeinsame Joint Venture Nevada Gold Mines beigelegt. Die Einigung sieht vor, dass Newmont innerhalb von 30 Tagen 1,95 Milliarden US-Dollar an Barrick zahlt. Gleichzeitig werden wichtige Projekte beider Unternehmen in das Joint Venture eingebracht.

Konkret fließen Barricks Fourmile-Projekt sowie die Newmont-Projekte Fiberline und Mike in Nevada Gold Mines ein. Neben der Milliardenzahlung einigten sich die Partner auch auf überarbeitete Governance-Bestimmungen für das gemeinsame Unternehmen. Die Einigung beseitigt damit eine erhebliche Unsicherheit im Verhältnis der beiden weltgrößten westlichen Goldproduzenten.

Darüber hinaus stimmte Newmont dem geplanten Börsengang (IPO) der nordamerikanischen Gold-Assets von Barrick zu. Dies räumt eine potenzielle Hürde aus dem Weg, während Barrick den Abschluss der Abspaltung bis zum Jahresende anstrebt. Mark Hill soll nach der Abspaltung die Position des CEO des neuen Unternehmens übernehmen.

Quartalsergebnisse verfehlen Erwartungen

Zeitgleich mit der Einigung veröffentlichte Barrick seine bereinigten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 0,82 US-Dollar pro Aktie und lag damit unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 0,88 US-Dollar, die vom Datenanbieter LSEG zusammengestellt wurde. Höhere Produktionskosten sowie nachträgliche Steuerstrafen in Mali belasteten das Ergebnis trotz einer starken Goldproduktion.

Die Goldproduktion stieg im Vergleich zum ersten Quartal um 11 Prozent auf 796.000 Unzen und übertraf damit die eigene Prognose von 730.000 bis 770.000 Unzen deutlich. Barrick führte den Anstieg auf den vorzeitigen Hochlauf bei Loulo-Gounkoto, eine schneller als erwartete Erholung bei Pueblo Viejo sowie Rekordmengen im Untertagebau bei Cortez zurück. Letzteres profitierte vom weiteren Ausbau des Goldrush-Projekts.

Die Umsatzkosten für Gold lagen bei 1.993 US-Dollar pro Unze, während die All-in Sustaining Costs (AISC) – eine in der Branche weit verbreitete Kennzahl für die Gesamtkosten der Goldproduktion – bei 1.866 US-Dollar pro Unze lagen. Barrick erklärte, dass die Kosten trotz des Drucks durch die Kraftstoffpreise dank Disziplin bei Bergbau und Verarbeitung innerhalb der Prognose blieben. Der operative Cashflow stieg im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar.

Für das Gesamtjahr hält Barrick an seiner Produktions- und Kostenprognose fest, senkte jedoch die erwarteten zurechenbaren Investitionsausgaben auf 3,8 bis 4,2 Milliarden US-Dollar.

Druck auf Führung und geplanter Börsengang

Der geplante Börsengang der nordamerikanischen Assets steht unter erheblichem Investorendruck. Barrick hatte den IPO erstmals im Dezember ins Gespräch gebracht, jedoch bis zuletzt keinen CEO für das neue Unternehmen benannt – was die Kritik einiger Investoren verstärkte. Mit der Benennung von Mark Hill als künftigem CEO soll nun Klarheit geschaffen werden.

Besonders laut ist die Kritik von Benoit Gervais, Portfoliomanager bei Mackenzie – einer Tochtergesellschaft von Power Corp. und zehntgrößter Aktionär von Barrick. Er hat öffentlich den Rücktritt von Verwaltungsratsvorsitzendem John Thornton gefordert. „Wenn Sie mich fragen, wäre es schön, wenn der derzeitige Vorsitzende einen würdevollen Abgang fände und jemand anderes nachrücken würde", sagte Gervais gegenüber Bloomberg News.

Thornton leitet Barrick seit 2014, zunächst als Executive Chairman und seit dem vergangenen Jahr als Chairman. Unter seiner Führung blieb die Barrick-Aktie hinter den Konkurrenten Newmont und Agnico Eagle Mines (TSX, NYSE: AEM) zurück. Im vergangenen Jahr rutschte Barrick zudem auf den dritten Platz der weltweiten Goldproduzenten ab, nachdem Agnico Eagle das Unternehmen überholt hatte. Der anstehende Börsengang gilt für Thornton als eine der letzten Gelegenheiten, das Blatt nach mehr als einem Jahrzehnt an der Spitze des Unternehmens zu wenden.

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