ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Barratt Redrow: Gewinnwarnung und Kursziel-Kürzung belasten britische Bauaktien

Deutsche Bank senkt Kursziel um 15 Prozent – Brandschutzsanierungen belasten Gewinnaussichten des Hausbauers

Barratt Redrow: Gewinnwarnung und Kursziel-Kürzung belasten britische Bauaktien

Die Aktien britischer Hausbauunternehmen stehen unter erheblichem Druck. Barratt Redrow verzeichnete einen Kursverlust von 6,6 Prozent, nachdem das Unternehmen niedrigere bereinigte Gewinne je Aktie und eine Dividendenkürzung bekannt gab. Noch härter traf es MJ Gleeson mit einem Minus von 9,6 Prozent, während Bellway 2,1 Prozent verlor.

Die Branche kämpft mit einem instabilen politischen Umfeld, das das Verbrauchervertrauen belastet. Besonders Erstkäufer schrecken vor den hohen Preisen zurück. Richard Hunter von Interactive Investor sieht jedoch auch positive Signale: Das unzureichende Wohnungsangebot in Großbritannien sichere eine anhaltende Nachfrage. Zudem plane die Regierung, Planungsbestimmungen zu lockern, und die erwarteten Zinssenkungen dürften neue Käufer anlocken.

Deutsche Bank verschärft Prognose

Die Deutsche Bank setzte Barratt Redrow zusätzlich unter Druck und senkte das Kursziel von 536 auf 454 Pence – ein Minus von 15 Prozent. Analyst Chris Millington behielt dennoch sein Kaufrating bei, obwohl die Aktie zuletzt bei nur 388,90 Pence notierte. Die Analysten reduzierten die Gewinnprognosen für die kommenden Jahre um 6 bis 9 Prozent.

Als Hauptgrund für die Herabstufung nennt die Bank die wachsende Belastung durch Kosten für Brandschutzsanierungen. Barratt hat dafür Rückstellungen von 1,3 Milliarden Pfund gebildet, die die Cash-Generierung erheblich dämpfen werden. Die Deutsche Bank erhöhte ihren Diskontsatz von 8 auf 10 Prozent, um diese Belastungen besser abzubilden.

Langfristige Perspektiven bleiben positiv

Trotz der kurzfristigen Gegenwinde prognostiziert die Deutsche Bank für Barratt ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum in den nächsten Jahren. Das Management verfolgt ehrgeizige Expansionsziele und strebt Margenverbesserungen an. Das neue Kursziel von 454 Pence entspricht der Bewertung der Netto-Substanzwerte für 2026.

Die Analysten sehen Potenzial für eine höhere Bewertung, falls sich die Marktbedingungen verbessern. Staatliche Nachfrageimpulse könnten dabei als Katalysator wirken. Die Halbjahresergebnisse von Barratt entsprachen zwar weitgehend den Erwartungen, offenbarten aber die Auswirkungen des schwierigen Marktumfelds.

Bergbauaktien profitieren von Edelmetall-Rally

Unabhängig von der Schwäche im Bausektor legten Bergbauaktien in London zu. Gold-Futures stiegen um 0,8 Prozent auf 5.073 US-Dollar je Unze, Silber kletterte sogar um 3,7 Prozent auf 83,39 US-Dollar. Flache US-Einzelhandelsumsätze im Dezember schüren Hoffnungen auf Zinssenkungen der US-Notenbank, was nicht-ertragsbringende Anlagen wie Gold begünstigt. Hochschild Mining gewann 1,8 Prozent, Fresnillo und Endeavour Mining je etwa 1 Prozent.

Barratt RedrowDeutsche BankKurszielGewinnwarnungBritische Bauaktien

Disclaimer