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Barclays halbiert CagriSema-Prognose: Novo Nordisk unter Druck

Nach enttäuschenden Studiendaten senkt Barclays die Umsatzprognose für Novo Nordisks Adipositas-Hoffnungsträger CagriSema drastisch.

Barclays halbiert CagriSema-Prognose: Novo Nordisk unter Druck

Barclays hat seine Spitzenumsatzprognose für CagriSema, das Adipositas-Medikament der nächsten Generation von Novo Nordisk, von 12 Milliarden auf nur noch 2 Milliarden US-Dollar gesenkt – ein Rückgang von mehr als 80 Prozent. Auslöser war eine Spätphasenstudie, deren Ergebnisse am Montag veröffentlicht wurden und die Investoren und Analysten gleichermaßen enttäuschten. Die Daten zeigten, dass CagriSema nicht nur hinter dem Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly zurückbleibt, sondern dass der Gewichtsverlust mit Zepbound sogar besser ausfiel, als frühere Lilly-Daten vermuten ließen.

Die Reaktion an den Börsen war entsprechend heftig: Novo Nordisk-Aktien brachen um 16 Prozent ein und vernichteten damit sämtliche verbliebenen Kursgewinne, die das Unternehmen durch seinen Blockbuster Wegovy erzielt hatte. Eli Lilly hingegen profitierte und legte um 5 Prozent zu. Für Novo Nordisk bedeutet dies einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um die Marktführerschaft im schnell wachsenden globalen Adipositas-Markt.

Analysten zweifeln am kommerziellen Potenzial

Neben Barclays äußerten auch Jefferies und mehrere andere Banken erhebliche Zweifel am kommerziellen Potenzial von CagriSema. Die Studiendaten hätten das Vertrauen in die Wettbewerbsfähigkeit des Präparats gegenüber Zepbound deutlich erschüttert. Damit steht Novo Nordisk vor der Herausforderung, seine Marktposition gegenüber dem US-Rivalen Eli Lilly zu verteidigen, ohne ein schlagkräftiges Konkurrenzprodukt in der Pipeline zu haben.

Novo Nordisk plant dennoch die Markteinführung von CagriSema für das kommende Jahr. Die Zulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA wird noch für Ende dieses Jahres erwartet. Ob das Medikament nach den enttäuschenden Studienergebnissen die ursprünglich erhofften Marktanteile gewinnen kann, bleibt jedoch fraglich.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung besonders relevant, da Novo Nordisk zu den größten Positionen in vielen europäischen Gesundheitsfonds zählt. Der dänische Pharmakonzern hatte in den vergangenen Jahren durch den Erfolg von Wegovy massiv an Börsenwert gewonnen – ein Teil dieser Gewinne ist nun innerhalb eines Handelstages wieder verschwunden.

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