Barclays: Eisenerzaktien von Vale, BHP und Rio Tinto unterbewertet
Aktuelle Aktienkurse spiegeln Eisenerzpreise weit unter dem aktuellen Spotmarkt-Niveau wider.

Eine neue Analyse der britischen Großbank Barclays zeigt eine auffällige Diskrepanz zwischen den Aktienkursen führender Eisenerzproduzenten und dem aktuellen Spotpreis des Rohstoffs. Die Bewertungen von Vale, BHP und Rio Tinto implizieren Eisenerzpreise, die deutlich unter dem Marktniveau von 110 US-Dollar pro Tonne liegen.
Konkret preist Vale (NYSE: VALE) laut Barclays einen Eisenerzpreis von lediglich 86 US-Dollar pro Tonne ein. BHP liegt mit einem implizierten Preis von 87 US-Dollar pro Tonne kaum höher. Rio Tinto (LON: RIO) weist mit 78 US-Dollar pro Tonne den größten Abstand zum aktuellen Spotpreis auf – ein Abschlag von rund 29 Prozent gegenüber dem Marktpreis.
Bewertungslücke als mögliche Chance
Diese Diskrepanz zwischen implizierten und tatsächlichen Preisen kann als Hinweis auf eine mögliche Unterbewertung der Bergbauaktien interpretiert werden. Wenn der Eisenerzpreis auf dem aktuellen Spotpreisniveau verharrt oder weiter steigt, könnten die Aktienkurse dieser Unternehmen Aufholpotenzial besitzen.
Für deutsche Anleger sind diese drei Unternehmen besonders relevant, da sie zu den weltgrößten Eisenerzproduzenten zählen und in vielen internationalen Rohstoff- und Bergbaufonds vertreten sind. Eisenerz ist als wichtigster Rohstoff für die Stahlproduktion ein zentraler Indikator für die globale Industriekonjunktur.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Aktienkurse diversifizierter Bergbauunternehmen verzeichneten in der vergangenen Woche insgesamt Zuwächse. Barclays analysiert dabei regelmäßig die in Aktienkursen eingepreisten Rohstofferwartungen, um Bewertungsanomalien im Sektor zu identifizieren.


