Barclays-Aktie: Analysesoftware sieht Kursziel bei 737 Pence
Nach der Erholung vom Iran-Kriegs-Ausverkauf zeigt eine technische Analyse für Barclays deutliches Aufwärtspotenzial bis 737 Pence.

Die Barclays-Aktie (LSE: BARC) hat nach dem Ausverkauf infolge der Iran-Kriegsereignisse eine beeindruckende Erholung hingelegt. Diese Kursentwicklung hat den unabhängigen Analysten Alistair Strang von Trends and Targets auf den Plan gerufen, der mithilfe seiner proprietären Analysesoftware die Kurspotenziale der britischen Privatkundenbank unter die Lupe genommen hat.
Strang veröffentlichte seine Einschätzung am 20. April 2026. Er stellt fest, dass der Aktienkurs bereits in einem Bereich notiert, in dem seine Analysemethodik ein sogenanntes „fernes Ziel" von 737 Pence als realistisch erachtet – wenngleich der Analyst selbst einräumt, dass der genaue Zeitrahmen für das Erreichen dieses Niveaus offen bleibt.
Konkrete Kursziele im Blick
Für den kurzfristigen Verlauf definiert Strang klare Schwellenwerte: Notiert die Barclays-Aktie über 456 Pence, sollen Kursgewinne in Richtung eines ersten Ziels von 468 Pence ausgelöst werden. Wird dieses Niveau überwunden, liegt das sekundäre Ziel bei 506 Pence. Das Erreichen der 506-Pence-Marke wäre laut Strang besonders bedeutsam, da es den seit 2007 bestehenden Abwärtstrend herausfordern würde – ein Ereignis, das er als „wahrhaft bedeutende Ära" für den Aktienkurs der Privatkundenbank bezeichnet.
Das langfristige Kursziel von 737 Pence erscheint dem Analysten angesichts der Stärke des Aktienkurses zu Beginn des aktuellen „blauen" Abwärtstrends als sehr realistisch. Strang zieht dabei sogar Parallelen zu 2009 – einem Jahr, das Barclays-Aktionären in Erinnerung geblieben sein dürfte.
Abwärtsrisiken nicht außer Acht lassen
Neben dem Aufwärtsszenario benennt Strang auch klare Risiken. Sollte die Barclays-Aktie unter 432 Pence schließen, würde dies laut seiner Analyse ein ernstes Warnsignal darstellen. In diesem Fall würde das Konzept einer Kursumkehr auf zunächst 408 Pence greifen, mit einem sekundären Abwärtsziel bei 353 Pence im Falle eines weiteren Durchbruchs.
Der Analyst betont jedoch, dass sein aktueller Fokus klar auf den „erfreulicheren Tagen" liegt, die vor Barclays liegen könnten. Auf dem Weg nach oben weist er zwar auf verschiedene Kursniveaus als potenzielle Widerstände hin, bewertet das Gesamtbild aber positiv.
FTSE 100 als Schlüsselfaktor
Ein wichtiger Kontext für die Barclays-Analyse ist die aktuelle Schwäche des FTSE 100, dem britischen Leitindex, in dem Barclays gelistet ist. Strang beschreibt das Verhalten des Index am vergangenen Freitag als „morbidum" – während andere Weltmärkte Gewinne von rund 2 Prozent verzeichneten, dümpelte der FTSE 100 vor sich hin.
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Zur AktienanalyseAls Hauptgrund für diese Underperformance nennt der Analyst die Unterbrechung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Er zeigt sich jedoch optimistisch, dass eine Wiederaufnahme des Verkehrs durch diese strategisch wichtige Meerenge eine deutliche Beschleunigung des FTSE 100 auslösen könnte – was wiederum Barclays zugutekäme.
Alistair Strang leitet seit Ende der 1970er Jahre Softwareprojekte und gewann den John Logie Baird Award für Erfinder und Innovatoren. Nach dem Finanzcrash entwickelte er eine Methodik zur Vorhersage von Kursbewegungen, die er seither kontinuierlich verfeinert. Er ist freier Mitarbeiter und kein direkter Angestellter von Interactive Investor.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine persönliche Anlageempfehlung dar. Der Kauf, Verkauf und die Anlage in Aktien ist nicht ohne Risiko. Im Zweifelsfall sollte ein Anleger den Rat eines qualifizierten Anlageberaters einholen.


