Bank of America stuft UnitedHealth auf Buy hoch – 19% Potenzial
Nach erfolgreichem Strategiewechsel sieht die Bank of America deutliches Aufwärtspotenzial bei UnitedHealth und hebt die Aktie auf „Buy".

Die Bank of America hat die Aktie der UnitedHealth Group von „Neutral" auf „Buy" hochgestuft und das Kursziel von 420 auf 450 US-Dollar angehoben. Das neue Ziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von 19% gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch. Die Aktie reagierte prompt: Im vorbörslichen Handel legte sie um 3% zu.
Analyst Kevin Fischbeck begründete die Hochstufung mit den zunehmend überzeugenden Datenpunkten rund um die strategische Neuausrichtung des Unternehmens. „Die eingehenden Datenpunkte machen es zunehmend unwahrscheinlich, dass das starke erste Quartal lediglich auf eine schwache Grippewelle und Unwetter zurückzuführen war", schrieb Fischbeck am Donnerstag in einer Mitteilung an Kunden. Der Analyst betonte zudem die potenzielle Ertragskraft, die UnitedHealth im Vergleich zur eigenen Prognose für 2026 aufweise.
Strategiewechsel zeigt erste Früchte
Die Aktien von UnitedHealth sind im vergangenen Jahr um fast 26% gestiegen – begleitet von einer umfassenden Strategie zur Margenverbesserung. Im Rahmen dieses Plans hat das Unternehmen mehrere bedeutende Schritte unternommen:
- Reduzierung der Mitgliederzahl
- Verkauf des britischen Zweigs der technologiegestützten Gesundheitssparte Optum
- Investitionen in künstliche Intelligenz
Die Ertragskraft von UnitedHealth liegt laut Bank of America nun um 50% über dem zuvor kommunizierten Ausblick für 2026 – ein Faktor, der den Aktienkurs weiter antreiben sollte.
Gewinn je Aktie könnte bis 2028 auf über 26 Dollar steigen
Das Unternehmen selbst prognostiziert, bis 2028 in allen Geschäftsbereichen das untere Ende seiner Zielmargen zu erreichen. Dies würde den Gewinn pro Aktie voraussichtlich auf über 26 US-Dollar steigen lassen – 5% bis 10% über den aktuellen Konsensschätzungen der Wall Street, so Fischbeck.
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Zur AktienanalyseAls wichtigen Wachstumstreiber hebt der Analyst die Sparte Optum Health hervor, die ihre Bemühungen zur Übernahme von Arztgruppen und Kliniken intensiviert hat. „Zu diesem Zeitpunkt dürfte UNH weiterhin gut aufgestellt sein, um den Gewinn pro Aktie in den nächsten Jahren um mindestens 13-16% zu steigern, da Optum Health noch Spielraum hätte, die Margen wieder auf den Mittelwert des Ziels zu verbessern", schrieb Fischbeck. Sobald die Margenziele der Teilsegmente erreicht seien, werde UnitedHealth in den anderen Geschäftsbereichen wieder auf Mitgliederwachstum setzen.
Die Einschätzung der Bank of America deckt sich mit dem breiten Konsens an der Wall Street. Von den 30 Analysten, die UnitedHealth laut LSEG-Daten beobachten, bewerten 23 die Aktie mit „Buy" oder „Strong Buy". Für deutsche Anleger, die im US-Gesundheitssektor engagiert sind oder eine Investition erwägen, unterstreicht diese breite Unterstützung die positive Stimmung rund um den größten amerikanischen Krankenversicherer.


