Bank of America prognostiziert 12% S&P 500-Rendite für 2025
BofA-Indikator signalisiert solide Aktiengewinne trotz erhöhter Marktstimmung und geopolitischer Unsicherheiten.

Die Bank of America (BofA) sieht den US-Aktienmarkt weiterhin auf Wachstumskurs. Ihr vielbeachteter Sell Side Indicator (SSI) deutet auf eine Preisrendite des S&P 500 von 12 Prozent in den kommenden zwölf Monaten hin. Der Indikator, der die durchschnittliche empfohlene Aktienallokation von Wall-Street-Strategen abbildet, stieg im Januar um 10 Basispunkte auf 56,0 Prozent.
Der SSI gilt als konträres Stimmungssignal und zeigt sich historisch betrachtet am bullischsten, wenn Strategen besonders pessimistisch sind – und umgekehrt. BofA-Strategin Victoria Roloff betont, dass der Indikator auf seinem bullischsten Niveau seit März 2025 verbleibe, auch wenn die Allokationen einen Prozentpunkt unter dem Januar-2025-Höchststand von 57 Prozent lägen.
Trotz der positiven Prognose warnt die Bank vor übermäßigem Optimismus. Der SSI liege näher an einem Verkaufs- als an einem Kaufsignal – mit 1,7 Prozentpunkten Abstand zum Verkaufssignal gegenüber 4,7 Prozentpunkten zum Kaufsignal. Bei Markthochs erreicht der Indikator typischerweise Werte über 59 Prozent.
Robuste Gewinnentwicklung stützt Prognose
Der S&P 500 legte im Januar um 1,5 Prozent zu und erholte sich damit von einem zwischenzeitlichen Rückgang von 2,6 Prozent, ausgelöst durch geopolitische Spannungen. Die stabilen Allokationen der Strategen spiegeln das Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit der Unternehmensgewinne wider.
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Zur AktienanalyseDie Zahlen geben den Optimisten Recht: Bei der Hälfte der S&P 500-Unternehmen, die bereits Ergebnisse vorgelegt haben, stellte die BofA keine Kürzungen der Gewinnprognosen für 2026 fest. Der Konsens erwartet ein Gewinnwachstum von 14 Prozent. Die Unternehmensstimmung, ermittelt durch Analyse von Transkripten, erreichte ein Rekordhoch, während Erwähnungen schwacher Nachfrage zurückgehen.
Besonders aufschlussreich: Unternehmen gaben im Januar 1,2-mal häufiger Gewinnprognosen über dem Konsens als darunter ab. Für deutsche Anleger mit US-Aktienexposure signalisiert dies ein weiterhin attraktives Chance-Risiko-Verhältnis am amerikanischen Aktienmarkt, wobei Währungsrisiken bei der Gesamtbetrachtung berücksichtigt werden sollten.


