Bank of America erwartet EUR/CHF-Rückgang nach Anpassungsphase
Die Bank of America sieht die Schwächephase des Schweizer Frankens als fast beendet und prognostiziert eine baldige Trendwende.

Die Bank of America (BofA) erwartet, dass die aktuelle Anpassungsphase des Schweizer Frankens kurz vor ihrem Abschluss steht. Das Institut prognostiziert, dass sich die jüngste Schwäche der Währung in Kürze umkehren wird – mit direkten Folgen für das Währungspaar EUR/CHF.
Ein zentrales technisches Signal liefert dabei der gleitende 200-Tage-Durchschnitt. Das Scheitern des EUR/CHF beim Durchbrechen dieser wichtigen charttechnischen Marke wertet die Bank of America als Indikator dafür, dass die Frankenschwäche nachlassen sollte. Solche technischen Niveaus gelten am Devisenmarkt als bedeutende Orientierungspunkte für institutionelle Anleger.
Gold und Franken als aussagekräftiges Signal
Besonders hervor hebt die Bank of America die Beziehung zwischen Gold und dem Schweizer Franken. Diese Korrelation sei im aktuellen Marktumfeld besonders aussagekräftig für den Ausblick der Währung. Der Hintergrund: Beide Anlageklassen gelten traditionell als sichere Häfen und profitieren in Phasen geopolitischer oder wirtschaftlicher Unsicherheit.
In diesem Zusammenhang verweist die Bank auf den sogenannten „U.S. Dollar Debasement Trade" – also die Wette auf eine strukturelle Abwertung des US-Dollars. Dieser Handel ist nach Einschätzung der Analysten vorerst in den Hintergrund gerückt, bleibt aber mittelfristig relevant. Die BofA behält ihre bärische Einschätzung für den US-Dollar bei, die eng mit einer möglichen erneuten Dollar-Abwertung sowie der fiskalischen Laufzeitprämie verknüpft ist.
Strukturelle Frankenstärke durch Wachstumskompression
Beide Faktoren – Dollar-Abwertung und fiskalische Laufzeitprämie – hätten sich im vergangenen Jahr als konstruktiv für den Schweizer Franken erwiesen, so die Analysten. Dies unterstreicht die strukturelle Rolle des Frankens als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten.
Die Bank of America geht zudem davon aus, dass die Devisenvolatilität von den aktuellen Niveaus aus kaum wesentlich weiter sinken wird. Dies ist ein wichtiger Hinweis für Anleger, die Währungsrisiken absichern oder von Wechselkursbewegungen profitieren möchten.
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Zur AktienanalyseMit Blick auf das makroökonomische Umfeld merkte die BofA an, dass das Risiko eines Eskalationshöhepunktes zwar hinter dem Markt liegen mag. Der Fokus werde sich jedoch wahrscheinlich auf die makroökonomischen Folgen in Bezug auf Wachstum und Inflation richten. Angesichts der strukturellen Eigenschaften des Schweizer Frankens als antizyklische Währung mit niedrigem Beta dürfte eine zyklische Wachstumskompression die Währung zusätzlich stützen.
Für deutsche Anleger ist das Währungspaar EUR/CHF von besonderer Bedeutung, da es die wirtschaftliche Verflechtung zwischen dem Euroraum und der Schweiz widerspiegelt. Ein stärkerer Franken gegenüber dem Euro verteuert Schweizer Exporte, belastet aber gleichzeitig die Kaufkraft europäischer Importeure. Die Einschätzung der Bank of America deutet darauf hin, dass sich dieser Druck in den kommenden Wochen und Monaten wieder verstärken könnte.


