Bank of America erhöht Dividende auf Stammaktien um 14 Prozent
Die US-Großbank hebt ihre vierteljährliche Ausschüttung um 4 Cent auf 32 Cent pro Aktie an.

Die Bank of America hat ihre vierteljährliche Dividende auf Stammaktien um 14% angehoben. Konkret steigt die Ausschüttung um 4 Cent auf 32 Cent pro Aktie. CEO Brian Moynihan begründete den Schritt mit der Verpflichtung des Instituts, überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.
Die Ankündigung reiht sich in eine breitere Bewegung im US-Bankensektor ein. Mehrere Banken hatten bereits im vergangenen Monat nach der Veröffentlichung der Stresstestergebnisse durch die US-Notenbank Federal Reserve sowohl Dividendenerhöhungen als auch neue Aktienrückkaufprogramme angekündigt. Die Fed-Stresstests gelten als wichtiger Gradmesser für die Kapitalstärke amerikanischer Großbanken und sind Voraussetzung dafür, dass Institute überhaupt größere Kapitalrückgaben an Aktionäre vornehmen dürfen.
Starkes Quartalsergebnis als Rückenwind
Die Dividendenerhöhung kommt nicht von ungefähr: Die Bank of America hatte Anfang des Monats die Erwartungen der Wall Street beim Gewinn im zweiten Quartal übertroffen. Treiber des starken Ergebnisses waren vor allem die Turbulenzen an den globalen Märkten, die zu Rekordergebnissen im Handelsgeschäft führten. Gleichzeitig beflügelte ein Anstieg bei Unternehmensübernahmen das Investmentbanking der US-Großbank.
Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung bei der Bank of America von besonderem Interesse, da das Institut zu den größten börsennotierten Banken der Welt zählt und in vielen internationalen Fonds und ETFs prominent vertreten ist. Eine Dividendenerhöhung um 14% ist ein deutliches Signal für die finanzielle Stärke des Unternehmens und das Vertrauen des Managements in die künftige Ertragskraft.
Kapitalrückgabe als Strategie
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Entscheidung, überschüssiges Kapital über Dividenden an die Aktionäre auszuschütten, ist ein klassisches Instrument der Kapitalallokation. Neben Dividendenerhöhungen setzen viele US-Banken auch auf Aktienrückkaufprogramme, um den Wert je Aktie zu steigern und Investoren zu belohnen. Beide Maßnahmen zusammen gelten als Zeichen finanzieller Gesundheit und regulatorischer Stabilität.
Die Bank of America gehört neben JPMorgan Chase, Wells Fargo und Citigroup zu den sogenannten „Big Four" der amerikanischen Bankenlandschaft. Mit der nun beschlossenen Dividendenerhöhung unterstreicht das Institut seine Position als kapitalstarkes und aktionärsfreundliches Unternehmen – ein Aspekt, den Anleger weltweit genau beobachten.


