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Bank of America empfiehlt Kauf von EUR/NOK – Zinswende erwartet

Die Bank of America sieht taktische Kaufchance beim Währungspaar Euro-Norwegische Krone wegen überfüllter Short-Positionen.

Bank of America empfiehlt Kauf von EUR/NOK – Zinswende erwartet

Die Bank of America hat eine taktische Kaufempfehlung für das Währungspaar EUR/NOK ausgesprochen. Als Hauptargumente nennt das Institut überfüllte Short-Positionen sowie die Erwartung einer Zinswende bei der norwegischen Zentralbank Norges Bank.

Das sogenannte Up/Down-Volatilitätsmaß der Bank für EUR/NOK liegt auf Basis eines Einjahres-Rückblickfensters im 22. Perzentil. Dieser niedrige Wert signalisiert, dass Short-Positionen – also Wetten auf einen fallenden Euro gegenüber der Krone – im Markt übermäßig stark vertreten sind. Solche überfüllten Positionen erhöhen das Rückschlagrisiko und bieten damit eine Einstiegschance für Käufer.

Energiepreise als entscheidender Faktor

Im Basisszenario der Bank of America spielt die geopolitische Lage eine zentrale Rolle. Das Institut geht davon aus, dass es zu keinem langwierigen Konflikt unter Beteiligung des Irans kommt. Dieses Szenario würde nach Einschätzung der Analysten mit einer verbesserten Risikostimmung und sinkenden Energiepreisen einhergehen.

Niedrigere Energiepreise dürften laut Bank of America letztlich die Marktdynamik dominieren und EUR/NOK nach oben treiben. Für deutsche Anleger ist dieser Zusammenhang wichtig: Die Norwegische Krone gilt als Petrowährung, deren Stärke eng mit dem Ölpreis korreliert. Fallen die Energiepreise, verliert die Krone tendenziell an Wert – der Euro steigt also relativ zur Krone.

Zinssenkung statt Erhöhung bei der Norges Bank

Derzeit preist der Markt das Risiko einer Zinserhöhung der Norges Bank bis zum Jahresende ein. Die Bank of America widerspricht dieser Einschätzung und hält in ihrem Basisszenario eine Zinssenkung für wahrscheinlicher als eine Erhöhung. Eine Zinssenkung in Norwegen würde die Krone zusätzlich schwächen und EUR/NOK weiter stützen.

Das Institut weist zudem darauf hin, dass es sich gegen Risk-off-Szenarien absichern möchte, die nicht zwangsläufig mit geopolitischen Entwicklungen zusammenhängen müssen. Solche Szenarien – etwa eine plötzliche globale Risikoaversion – könnten die Krone kurzfristig stärken und die Kaufposition belasten. Anleger sollten dieses Risiko bei ihrer Einschätzung berücksichtigen.

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