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Bank of America empfiehlt Forward-Realrenditen in OATei für 2031 bis 2040

Die US-Großbank sieht attraktive Einstiegschancen bei inflationsgebundenen französischen Staatsanleihen und bevorzugt Long-Positionen in Beta-Breakeven.

Bank of America empfiehlt Forward-Realrenditen in OATei für 2031 bis 2040

Bank of America hat eine klare Empfehlung für Anleger im Bereich inflationsgebundener Anleihen ausgesprochen: Die Bank rät dazu, die Forward-Realrendite für den Zeitraum 2031 bis 2040 in OATei bei 2,5% zu halten. Als Begründung nennt das Institut das aktuelle Renditeniveau, Roll-down-Effekte sowie Rebalancing-Faktoren im Juli. OATei sind inflationsgebundene Staatsanleihen Frankreichs, deren Kupons und Nennwert an die europäische Inflation gekoppelt sind.

Die Bank bevorzugt weiterhin Long-Positionen in sogenannten „Beta-Breakeven" und stellt fest, dass die Forward-Realzinsen hoch bleiben, während die Forward-Inflation auf einem moderaten Niveau verharrt. Dieses Niveau sei mit dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) vereinbar, so die Analysten.

Gegenläufige Bewegungen bei Inflation und Realzinsen

Ein zentraler Befund der Bank of America betrifft den 1y5y-Euribor, der aktuell bei 2,91% liegt – und damit 9 Basispunkte über dem 5-Jahres-Spot-Euribor von 2,82%. Hinter dieser auf den ersten Blick geringen Differenz verbergen sich jedoch erhebliche gegenläufige Bewegungen: Für die 5-Jahres-Inflation ist ein Rückgang um 24 Basispunkte auf 2,00% eingepreist, während für die 5-Jahres-Realzinsen ein Anstieg um 32 Basispunkte auf 0,91% erwartet wird.

Diese Divergenz ist aus Sicht der Bank bemerkenswert, da sie im Widerspruch zu typischen Stagflationsreaktionen steht. Üblicherweise gehen Phasen wirtschaftlicher Stagnation mit steigenden Inflationserwartungen und gleichzeitig sinkenden Realrenditen einher. Der deutliche Anstieg der Forward-Realzinsen weicht von diesem Muster ab.

Konkrete Handelsstrategie mit Puffer nach unten

Bank of America schlägt eine spezifische Handelsstrategie vor: Anleger sollen Long-Positionen in der 1y5y-Inflation eingehen und gleichzeitig 1y5y-Payer-Swaptions verkaufen. Eine 1y5y-ATM-Euribor-Payer-Swaption weist dabei einen Wert von 29 Basispunkten auf.

Diese Kombination bietet der Inflation-Long-Position einen Puffer nach unten bis auf 171 Basispunkte, sofern die Option nicht ausgeübt wird. Im Falle einer Ausübung würde der Trade in eine Receive-Realzinsposition bei 120 Basispunkten – inklusive Prämie – umgewandelt. Die Strategie verbindet damit Inflationsschutz mit einem definierten Risikoprofil.

Analyse der €STR-Kurve seit Ende Februar

Die Bank of America hat zudem die Zusammensetzung der Veränderungen der €STR-Kurve seit Ende Februar untersucht. Das Ergebnis: Die Inflationskomponente macht einen erheblichen Teil der Bewegung am kurzen Ende der Kurve aus, zeigt am langen Ende jedoch nur eine minimale Persistenz. Dies unterstreicht die strukturellen Unterschiede zwischen kurz- und langfristigen Inflationserwartungen im Euroraum.

Insgesamt behält Bank of America ihre optimistische Haltung gegenüber Euro-Zinsen bei. Besonders positiv bewertet das Institut 10-jährige Bundesanleihen. Im Bereich der inflationsgebundenen Instrumente bleiben OATei das bevorzugte Vehikel, um von den aktuell hohen Forward-Realzinsen zu profitieren.

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