Banco Sabadell: Nettozinsertrag sinkt um 5,2 Prozent im vierten Quartal
Spanische Bank leidet unter sinkenden Kreditzinsen – Gewinn bricht um 27,4 Prozent ein

Die spanische Banco Sabadell verzeichnet im vierten Quartal 2025 einen deutlichen Rückgang beim Nettozinsertrag. Die Erträge aus Krediten abzüglich der Einlagenkosten sanken im Zeitraum Oktober bis Dezember um 5,2 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit erfüllte die Bank die Erwartungen der Analysten.
Für das Gesamtjahr 2025 fiel der Nettozinsertrag um 3,7 Prozent auf 4,84 Milliarden Euro. Der Rückgang spiegelt die veränderte Zinssituation wider: Während spanische Banken zuvor von höheren Kreditkosten profitiert hatten, die größtenteils an variable Zinssätze gebunden waren, drücken nun niedrigere Kreditzinsen die Margen.
Besonders drastisch entwickelte sich der Nettogewinn im vierten Quartal: Er brach um 27,4 Prozent auf 386 Millionen Euro ein. Hauptgrund war die Belastung durch eine Bankensteuer. Im Gesamtjahr 2025 sank der Gewinn um 2,8 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, was die Bank auf geringere Einmaleffekte im Vergleich zu 2024 zurückführt.
Strategieplan ohne TSB
Im Rahmen ihres Strategieplans bis 2027 rechnet Sabadell mit einem Nettozinsertrag von 3,9 Milliarden Euro – allerdings ohne die britische Tochter TSB. Diese Summe entspricht dem Betrag, den die Bank 2024 bereits ohne TSB erwirtschaftet hatte. Die Transaktion zum Verkauf von TSB muss noch abgeschlossen werden.
Für 2026 erwartet das Institut, dass die Erträge aus dem Kreditgeschäft um mehr als ein Prozent steigen werden. Analysten beobachten nun genau, ob Sabadell die Wachstumsraten ohne TSB aufrechterhalten kann – eine Aufgabe, die der neue Vorstandsvorsitzende Marc Armengol überwachen wird.
Aktienrückkauf genehmigt
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Zur AktienanalysePositive Nachrichten gibt es für die Aktionäre: Die Europäische Zentralbank genehmigte am Freitag einen neuen Aktienrückkauf in Höhe von 800 Millionen Euro. Dieser Rückkauf ist Teil der Pläne, im Zeitraum 2025 bis 2027 insgesamt 6,45 Milliarden Euro an die Aktionäre auszuschütten.
Die Entwicklung bei Sabadell zeigt exemplarisch die Herausforderungen spanischer Banken in einem Umfeld sinkender Zinsen. Nach Jahren profitabler Margen durch hohe Kreditzinsen müssen die Institute nun neue Wachstumsstrategien entwickeln.


