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Banco BPM: Credit Agricole erhält EZB-Genehmigung für Aufstockung

Die französische Credit Agricole darf ihre Beteiligung an der italienischen Banco BPM über 20 Prozent erhöhen. Gleichzeitig plant die Bank eine Verdoppelung der Aufsichtsratssitze für Minderheitsaktionäre.

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Banco BPM: Credit Agricole erhält EZB-Genehmigung für Aufstockung

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat der französischen Großbank Credit Agricole grünes Licht gegeben, ihre Beteiligung an der italienischen Banco BPM über die 20-Prozent-Marke hinaus auszubauen. Damit festigt Credit Agricole ihre Position als langfristiger Hauptaktionär der drittgrößten Bank Italiens. Die Franzosen hatten erstmals 2022 in die Banco BPM investiert, um bestehende Geschäftsbeziehungen abzusichern.

Schutz vor Übernahmen

Credit Agricole spielte bereits im vergangenen Jahr eine entscheidende Rolle, als sie der Banco BPM half, einen Übernahmeversuch der UniCredit während einer turbulenten Konsolidierungswelle im italienischen Bankensektor abzuwehren. Die französische Bank betonte, dass sie ihre Beteiligung weiterhin unterhalb der obligatorischen Übernahmeschwelle halten werde. Diese Schwelle soll in Italien voraussichtlich einheitlich auf 30 Prozent für alle börsennotierten Unternehmen angehoben werden – bisher lag sie bei 25 Prozent für große und 30 Prozent für kleinere Firmen.

Mehr Einfluss für Minderheitsaktionäre

Die Banco BPM hat Ende 2024 ihre Satzung geändert und die Genehmigung der EZB beantragt. Die Änderungen sehen vor, dass künftig sechs statt bisher drei Sitze im 15-köpfigen Aufsichtsrat an Minderheitsaktionäre gehen. Der scheidende Aufsichtsrat ernennt derzeit bis zu zwölf Direktoren, während Minderheitsinvestoren mindestens drei Sitze besetzen können. Diese Verdoppelung der Minderheitenvertretung könnte die Machtverhältnisse in der Bank deutlich verschieben.

Neubesetzung des Aufsichtsrats im April

Der neue Aufsichtsrat wird im April zeitgleich mit der Vorlage der Jahresergebnisse gewählt. CEO Giuseppe Castagna, der die Banco BPM seit ihrer Gründung im Januar 2017 aus der Fusion zweier regionaler Kreditinstitute leitet, wird voraussichtlich für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Mit ihrer Beteiligung von aktuell 20,1 Prozent könnte Credit Agricole entweder die Kandidatenliste des scheidenden Aufsichtsrats unterstützen oder eine eigene Liste einreichen.

Auswirkungen auf institutionelle Investoren

Branchenkenner warnen, dass eine separate Kandidatenliste von Credit Agricole die Chancen anderer Fondsaktionäre auf eine Vertretung im Aufsichtsrat verringern würde. Die französische Bank strebt nach Informationen aus Unternehmenskreisen eine stärkere Vertretung im Kontrollgremium an, nachdem sie nun ihre Beteiligung weiter ausbauen darf. Die Entscheidung der EZB unterstreicht die wachsende Bedeutung grenzüberschreitender Bankenbeteiligungen in Europa und die anhaltende Konsolidierung im italienischen Finanzsektor.

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