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Baltic Dry Index fällt um 3,4 Prozent – Capesize und Panamax schwächer

Der Baltic Dry Index verlor am Dienstag deutlich, da sinkende Frachtraten bei Capesize- und Panamax-Schiffen den Gesamtindex belasteten.

Baltic Dry Index fällt um 3,4 Prozent – Capesize und Panamax schwächer

Der Baltic Dry Index (BDI) der Baltic Exchange hat am Dienstag spürbar nachgegeben. Der wichtige Frachtindex, der die Transportraten für Schüttgut auf den Weltmeeren abbildet, sank um 98 Punkte oder 3,4 Prozent auf 2.818 Zähler. Ausschlaggebend waren vor allem schwächere Raten in den Segmenten für Capesize- und Panamax-Schiffe.

Der Baltic Dry Index gilt als wichtiger Frühindikator für die globale Rohstoffnachfrage und den Welthandel. Er bildet die Charterraten für verschiedene Schiffsklassen ab, die Massengüter wie Eisenerz, Kohle und Getreide transportieren. Ein Rückgang des Index signalisiert häufig eine nachlassende Nachfrage nach Rohstoffen oder ein Überangebot an Schiffskapazität.

Capesize-Segment unter Druck

Besonders stark traf es den Capesize-Index, der um 278 Punkte oder 5,9 Prozent auf 4.441 Punkte fiel. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen für Capesize-Schiffe sanken um 2.524 US-Dollar auf 36.771 US-Dollar. Capesize-Schiffe transportieren typischerweise Ladungen von rund 150.000 Tonnen – darunter vor allem Eisenerz und Kohle.

Als wesentlicher Belastungsfaktor erwiesen sich die Eisenerz-Futures, die am Dienstag den fünften Handelstag in Folge nachgaben. Hintergrund ist eine saisonal bedingt schwache Stahlnachfrage in China, dem weltweit größten Stahlproduzenten und -verbraucher. Darüber hinaus drückten fallende Preise für Kokskohle und Koks auf die Stimmung: Nach Sicherheitsinspektionen infolge eines tödlichen Grubenunglücks im Mai wurden weitere Kohleminen wieder in Betrieb genommen, was das Angebot erhöhte.

Panamax-Raten ebenfalls rückläufig

Auch der Panamax-Index zeigte sich schwächer und verlor 13 Punkte oder 0,6 Prozent auf 2.205 Punkte. Die durchschnittlichen Tageseinnahmen für Panamax-Schiffe, die in der Regel zwischen 60.000 und 70.000 Tonnen Kohle oder Getreide befördern, reduzierten sich um 120 US-Dollar auf 19.846 US-Dollar. Der Rückgang fiel damit deutlich moderater aus als im Capesize-Segment.

Der Baltic Dry Index setzt sich aus den Raten für Capesize-, Panamax- und Supramax-Schiffe zusammen und ist ein viel beachteter Gradmesser für die Gesundheit des globalen Rohstoffhandels. Für Investoren und Marktteilnehmer liefert er wertvolle Hinweise auf die Entwicklung der Nachfrage nach Industrierohstoffen – insbesondere aus dem chinesischen Markt, der als wichtigster Treiber der globalen Schüttgutfrachtraten gilt.

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