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Baker Hughes sieht große Chancen in Venezuela

Der Ölfeldausrüster Baker Hughes plant die Ausweitung seiner Aktivitäten in Venezuela. CEO Lorenzo Simonelli spricht von erheblichem Umsatzpotenzial, macht das Engagement aber von Sicherheit und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängig.

Baker Hughes sieht große Chancen in Venezuela

Der US-amerikanische Ölfelddienstleister Baker Hughes sieht in Venezuela erhebliche Geschäftschancen. Das Unternehmen arbeitet bereits mit den venezolanischen Behörden zusammen, nachdem die USA Anfang Januar Ölkonzerne zur Unterstützung beim Wiederaufbau der maroden Ölindustrie des südamerikanischen Landes aufgerufen hatten.

Vorsichtige Herangehensweise trotz großem Potenzial

CEO Lorenzo Simonelli betonte in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen, dass Sicherheit für Mitarbeiter sowie klare rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen die wichtigsten Voraussetzungen für ein verstärktes Engagement seien. "Wir verfolgen eine umsichtige langfristige Perspektive, während wir weiterhin die Chancen und auch unsere Aktivitäten auf dem Markt bewerten", erklärte der Baker-Hughes-Chef.

Das Unternehmen hatte 2012 in Venezuela einen Umsatz von rund einer halben Milliarde US-Dollar erwirtschaftet. Seitdem hat Baker Hughes eine kontinuierliche Präsenz im Land aufrechterhalten und lizenzierte Ölproduzenten bei ihren Aktivitäten unterstützt.

Massive Investitionen erforderlich

Simonelli machte deutlich, dass bereits moderate Produktionssteigerungen in Venezuela erhebliche Investitionen erfordern würden. Notwendig seien unter anderem Maßnahmen zur Sicherung der Bohrlochintegrität, netzunabhängige Stromerzeugung, Austausch von Ausrüstung sowie umfangreiche Modernisierungen und Dienstleistungen.

Ein signifikanter Anstieg der Ölproduktion würde Baker Hughes sowohl im Bereich der Ölfelddienstleistungen als auch im Industrie- und Energietechnologiegeschäft neue Chancen eröffnen. "Die zusätzlichen Umsatzchancen sind erheblich und werden offensichtlich programmatisch sein, wenn wir zurückkehren, und es gibt viel laufende Arbeit", so Simonelli.

Wettbewerber ebenfalls interessiert

Auch andere Ölfelddienstleister zeigen Interesse an Venezuela. Der Konkurrent SLB erklärte vergangene Woche, seine Aktivitäten rasch ausweiten zu können, sobald entsprechende Lizenzen, Sicherheitsparameter und Compliance-Maßnahmen vorhanden seien. Halliburton kündigte an, eine Rückkehr nach Venezuela anzustreben, sobald die kommerziellen und rechtlichen Bedingungen, insbesondere die Zahlungssicherheit, geklärt seien.

Konservative Prognose für 2026

Baker Hughes meldete am Sonntag für das vierte Quartal einen Anstieg des bereinigten Gewinns um 11 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz zwischen 26,2 und 28,3 Milliarden US-Dollar. Der Mittelwert liegt damit unter dem Vorjahresumsatz von 27,7 Milliarden Dollar.

Das bereinigte EBITDA wird voraussichtlich zwischen 4,6 und 5,2 Milliarden US-Dollar liegen, verglichen mit 4,8 Milliarden Dollar im Jahr 2025.

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