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Baidu-Aktie steigt 7% – KI-Chip-Tochter Kunlunxin plant Milliarden-IPO

Berichte über einen geplanten Börsengang der KI-Chip-Sparte Kunlunxin in Hongkong mit einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar beflügeln Baidu-Aktionäre.

Baidu-Aktie steigt 7% – KI-Chip-Tochter Kunlunxin plant Milliarden-IPO

Die in Hongkong notierten Aktien des chinesischen Technologieriesen Baidu legten am Montag um mehr als 7 Prozent zu. Auslöser war ein Bericht des US-Mediums „The Information", wonach Baidus KI-Chip-Tochter Kunlunxin einen Börsengang (IPO) in Hongkong anstrebt, der das Unternehmen mit bis zu 50 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Der Kurssprung verdeutlicht, wie groß das Interesse der Märkte an chinesischen KI-Halbleiterunternehmen derzeit ist.

Laut dem Bericht, der sich auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen stützt, wurden potenzielle Investoren aufgefordert, Halbleiter im Wert des Drei- bis Siebenfachen ihrer beabsichtigten Investition in den geplanten Börsengang zu erwerben. Baidu soll bereits Anfang des Jahres vertraulich einen Zulassungsantrag für Kunlunxin an der Hongkonger Börse eingereicht haben. Details zum Angebot – darunter Umfang und Struktur – standen zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

Kunlunxin: Von der Baidu-Tochter zum externen Chiplieferanten

Das 2011 gegründete Unternehmen Kunlunxin beliefert in erster Linie seine Muttergesellschaft Baidu mit KI-Chips. Baidu hält eine Mehrheitsbeteiligung, doch agiert Kunlunxin zunehmend eigenständig. In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen seinen Fokus gezielt auf externe Verkäufe ausgeweitet und damit seine Abhängigkeit von der Muttergesellschaft reduziert.

Besonders bemerkenswert ist das gemeldete Interesse von ByteDance, dem Eigentümer der Videoplattform TikTok, an Kunlunxin-Chips. Dies hatte die Nachrichtenagentur Reuters zuvor unter Berufung auf eigene Quellen berichtet. Sollte ByteDance tatsächlich als Kunde gewonnen werden, würde dies die Marktstellung von Kunlunxin erheblich stärken und die Wachstumsstory für potenzielle IPO-Investoren deutlich attraktiver gestalten.

Chinas KI-Ambitionen als Rückenwind

Der geplante Börsengang fällt in eine Phase, in der China seine Anstrengungen im globalen KI-Wettbewerb intensiviert. Das Land setzt dabei auf eine Kombination aus staatlich unterstützten Entwickler-Pipelines, Open-Source-Technologien und einem großen Inlandsmarkt, der das Ökosystem auch durch weniger reife Entwicklungsphasen tragen kann. Beobachter sehen darin reale Anzeichen für ein Aufholen Chinas gegenüber westlichen KI-Konkurrenten.

Für deutsche Anleger ist der Fall Kunlunxin aus mehreren Gründen relevant. Zum einen zeigt er, wie chinesische Technologiekonzerne trotz westlicher Exportbeschränkungen bei Halbleitern eigene Chip-Kapazitäten aufbauen und diese zunehmend kommerzialisieren. Zum anderen unterstreicht der potenzielle IPO die wachsende Bedeutung des Hongkonger Kapitalmarkts als Plattform für chinesische Technologieunternehmen. Eine Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar würde Kunlunxin zu einem der bedeutendsten Börsengänge im asiatischen Technologiesektor in jüngster Zeit machen.

Konkrete Details zum Zeitplan, zum Angebotsvolumen oder zur genauen Struktur des geplanten Börsengangs sind bislang nicht öffentlich bekannt. Baidu selbst hat sich zu den Berichten bisher nicht offiziell geäußert.

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