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Bahn investiert Rekordsumme ins Schienennetz

Milliarden fließen in Bestand, Ausbau und Digitalisierung

Bahn investiert Rekordsumme ins Schienennetz

Die Deutsche Bahn plant für das kommende Jahr Investitionen von mehr als 23 Milliarden Euro in die Modernisierung des deutschen Schienennetzes. Damit erreicht das Investitionsvolumen einen neuen Höchststand. Nach Angaben des Infrastrukturunternehmens DB InfraGo soll mehr als die Hälfte der Mittel in das bestehende Netz fließen. Weitere Gelder sind für Digitalisierung, Neu- und Ausbauprojekte sowie für kleinere und mittlere Maßnahmen vorgesehen, darunter auch Investitionen in Bahnhöfe.

Bereits im laufenden Jahr hat der Konzern rund 19 Milliarden Euro in die als überaltert und stark belastet geltende Infrastruktur investiert. Erneuert wurden mehrere tausend Weichen, hunderte Kilometer Oberleitungen sowie knapp 2300 Kilometer Gleise. Zusätzlich gingen 60 neue Stellwerke in Betrieb, auch wenn einzelne Projekte wie die geplante Inbetriebnahme eines Stellwerks am Kölner Hauptbahnhof wegen technischer Probleme nicht abgeschlossen werden konnten.

Zu den zentralen Bauvorhaben zählen weiterhin die Generalsanierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin, Verbesserungen bei der Anbindung des Flughafens Berlin-Brandenburg sowie der Wiederaufbau der durch die Flutkatastrophe 2021 zerstörten Ahrtalbahn in Rheinland-Pfalz. Insgesamt verzeichnete die Bahn im Jahr 2025 rund 26.000 Baustellen, für das kommende Jahr werden etwa 28.000 erwartet. Zudem wurden fast 1000 der rund 5700 Bahnhöfe modernisiert.

Trotz der hohen Investitionen bleibt der Zustand des Netzes für Fahrgäste spürbar problematisch. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr liegt weiterhin auf niedrigem Niveau, zahlreiche Baustellen und technische Störungen beeinträchtigen den Betrieb. Viele Anlagen sind deutlich älter als ursprünglich vorgesehen und werden heute stärker genutzt als bei ihrer Planung angenommen.

Mit den sogenannten Generalsanierungen wollen Bund und Bahn bis Mitte der 2030er-Jahre besonders stark frequentierte Strecken grundlegend erneuern. Erste Erfahrungen zeigen zwar eine Reduzierung der Störungen, die angestrebten Verbesserungen sind jedoch noch nicht vollständig erreicht. Hinzu kommt, dass die Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik nur langsam vorankommt, da viele Züge noch nicht mit der erforderlichen Technik ausgestattet sind.

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