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Bafin droht Solaris mit Zwangsgeld

Fintech muss Mängel in Geldwäscheprävention und IT beheben

Bafin droht Solaris mit Zwangsgeld

Die Finanzaufsicht Bafin droht dem Berliner Fintech Solaris mit einem Zwangsgeld. Mehrere Prüfungen in den vergangenen beiden Jahren haben Defizite in verschiedenen Bereichen aufgedeckt, darunter die Geldwäscheprävention, das Meldewesen, das Auslagerungsmanagement und die IT. Aufgrund dieser Mängel hat die Bafin Fristen gesetzt, innerhalb derer Solaris die Probleme beheben muss. Falls diese Fristen nicht eingehalten werden, droht eine Geldstrafe.

Solaris ist eines der wertvollsten deutschen Fintech-Unternehmen. Es ermöglicht anderen Start-ups, seine Banklizenz zu nutzen, um erste Geschäfte zu tätigen, und bietet auch etablierten Unternehmen Bankdienstleistungen an, wie etwa die Ausgabe von Kreditkarten. Bereits seit 2020 steht Solaris verstärkt unter Beobachtung der Bafin, nachdem eine Sonderprüfung schwerwiegende Mängel im Bereich der Geldwäschebekämpfung und der Kundenüberprüfung festgestellt hatte. Infolgedessen wurden die Eigenkapitalanforderungen für Solaris erhöht und im Januar 2022 ein Sonderbeauftragter in das Unternehmen entsandt.

Ende 2022 ordnete die Bafin Maßnahmen an, um eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation im Risikomanagement und in der Geldwäscheprävention sicherzustellen und Risiken zu begrenzen. Um die Risikoreduzierung zu unterstützen, wurde Solaris untersagt, neue Kooperationspartnerschaften ohne Zustimmung der Aufsichtsbehörde einzugehen. Trotz dieser Anordnungen bestehen laut Bafin einige der Mängel weiterhin. Die jüngste Maßnahme betrifft zudem Defizite, die bei weiteren Prüfungen in den Jahren 2022 und 2023 und im Rahmen des Überwachungsmandats des Sonderbeauftragten festgestellt wurden. Das Mandat des Sonderbeauftragten wurde verlängert, um die Umsetzung der Maßnahmen zu überwachen.

Solaris selbst gibt an, Fortschritte bei der Behebung der festgestellten Mängel zu machen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass die Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde weiterhin erhebliche Fortschritte zeige und die Verlängerung des Mandats des Sonderbeauftragten eine Formalität sei, die keine Auswirkungen auf das Tagesgeschäft von Solaris oder seiner Partner haben werde. Dennoch verdeutlichen die Beanstandungen der Bafin, dass Solaris noch zahlreiche Defizite aufarbeiten muss. Im März dieses Jahres wurde gegen das Fintech eine Geldstrafe von 6,5 Millionen Euro verhängt, weil es systematisch Geldwäscheverdachtsmeldungen verspätet abgegeben hatte. Diese Strafe bezog sich auf verspätete Verdachtsmeldungen aus dem Jahr 2021, wie ein Solaris-Sprecher damals mitteilte.

Die anhaltenden Defizite und die wiederholten Maßnahmen der Bafin zeigen, dass Solaris trotz Fortschritten weiterhin unter intensivem Druck steht, die geforderten Standards zu erfüllen. Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, ob Solaris die Fristen der Bafin einhalten und damit eine erneute Geldstrafe abwenden kann.

BaFinSolaris

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