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Automobilbranche 2026: Analysten erwarten Trendwende

Die Autobranche steht vor einem Übergangsjahr mit ersten Gewinnzuwächsen seit drei Jahren. Berenberg-Analysten sehen Chancen durch effizientere Plattformen, stufen jedoch BMW und Renault zurück.

Automobilbranche 2026: Analysten erwarten Trendwende

Die europäische Automobilindustrie steht 2026 vor einer wichtigen Trendwende. Nach drei Jahren rückläufiger Entwicklung erwarten Analysten der Investmentbank Berenberg erstmals wieder Gewinnwachstum für die Branche. Treiber dieser positiven Entwicklung seien kosteneffizientere Plattformen sowie ein verlängerter Produktzyklus für Hybrid- und Verbrennungsmotoren.

Regulatorische Lockerungen stützen Margen

Zusätzlichen Rückenwind erwarten die Experten durch regulatorische Erleichterungen und Kostenrestrukturierungen bei den Herstellern. Diese Faktoren dürften Cashflows und operative Margen entlasten. Allerdings bleibt der Wettbewerbsdruck durch chinesische Autobauer eine anhaltende Herausforderung für europäische Hersteller.

BMW-Abstufung trotz starker Fundamentaldaten

Berenberg stuft die BMW-Aktie von "Kaufen" auf "Halten" herab, bestätigt aber das Kursziel von 92 Euro. Die Bank begründet dies mit einer ausgeschöpften Bewertung und zunehmenden Gewinnrisiken im wichtigen chinesischen Markt. Fundamental bleibe der Münchner Premiumhersteller jedoch stark positioniert.

Renault vor strategischen Herausforderungen

Noch deutlicher fällt die Einschätzung für Renault aus. Die Analysten senken nicht nur die Empfehlung von "Kaufen" auf "Halten", sondern reduzieren auch das Kursziel von 45 auf 38 Euro. Der französische Hersteller stehe vor strategischen Herausforderungen bei der Elektrifizierung, müsse mit Preisdruck kämpfen und seine Internationalisierung vorantreiben. Diese Faktoren könnten die kurzfristigen Margen belasten.

Singapur profitiert von BTS-Konzerten

In einer separaten Einschätzung hebt eToro-Analyst Zavier Wong die wirtschaftlichen Auswirkungen von Großveranstaltungen hervor. Die vier BTS-Konzerte im Dezember in Singapur dürften einen konzentrierten Nachfrageschub im Tourismus auslösen. Ähnlich wie beim Formel-1-Grand-Prix erwarten Experten höhere Hotelauslastungen, steigende Zimmerpreise und erhöhte Ausgaben in Gastronomie, Einzelhandel und Transport.

Tiong Woon profitiert von Infrastrukturprojekten

CGS International nimmt die Berichterstattung über den Schwerlast-Spezialisten Tiong Woon Corp. mit "Add" und einem Kursziel von 1,23 Singapur-Dollar auf. Analystin Natalie Ong verweist auf umfangreiche Infrastrukturprojekte in Singapur mit einem Volumen von 39 bis 46 Milliarden Singapur-Dollar jährlich zwischen 2026 und 2029. Besonders die Projekte am Changi Airport Terminal 5 und Marina Bay Sands Integrated Resort 2 bieten Potenzial. Die Aktie legte daraufhin 1,6 Prozent auf 0,93 Singapur-Dollar zu.

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