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Autofahren in Deutschland: Kosten steigen deutlich stärker als Inflation

Ölpreisschock, teurere Versicherungen und steigende Werkstattkosten belasten Autofahrer in Deutschland überdurchschnittlich stark.

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Autofahren in Deutschland: Kosten steigen deutlich stärker als Inflation

Autofahren in Deutschland wird immer teurer – und das deutlich schneller als die allgemeine Preisentwicklung. Im März 2026 verteuerten sich Waren und Dienstleistungen rund ums Auto um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Gesamtinflation lag im selben Zeitraum lediglich bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden errechnet hat.

Der größte Kostentreiber war dabei der Kraftstoff. Vor allem der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs ließ die Spritpreise regelrecht explodieren: Im Vergleich zum März 2025 kostete Kraftstoff an der Zapfsäule durchschnittlich 20 Prozent mehr. Besonders stark traf es Dieselfahrer – hier betrug der Preisanstieg satte 29,7 Prozent. Superbenzin verteuerte sich um 17,3 Prozent.

Doch nicht nur der Sprit belastet das Haushaltsbudget. Auch Reparaturen und Inspektionen in der Werkstatt schlugen im März 4,1 Prozent mehr zu Buche als ein Jahr zuvor. Die Kfz-Versicherung zog ebenfalls an, wenn auch moderater: plus 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Langfristvergleich: Autofahren seit 2020 massiv teurer

Im Fünfjahresvergleich zeigt sich das volle Ausmaß der Kostenexplosion. Gegenüber dem Jahr 2020 lagen die Preise rund ums Auto im Jahr 2025 um 31,2 Prozent höher – während die allgemeinen Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 21,9 Prozent stiegen. Autofahren hat sich damit deutlich stärker verteuert als der Durchschnitt aller Güter und Dienstleistungen.

Die stärksten Preissprünge im Zeitraum 2020 bis 2025 verzeichneten folgende Bereiche:

  • Kraftfahrzeugversicherungen: +63,0 Prozent
  • Gebrauchtwagen: +45,3 Prozent
  • Fahrschule und Führerscheingebühr: +42,7 Prozent
  • Kraftstoffe: +37,5 Prozent
  • Reparaturen: +34,5 Prozent

Besonders die Versicherungsprämien haben sich in diesem Zeitraum mehr als halbwegs verdoppelt – ein erheblicher Kostenfaktor für Privatanleger und Haushalte, die ihre Ausgaben im Blick behalten müssen.

ÖPNV als Alternative – Deutschlandticket mit gemischter Bilanz

Auch Bus und Bahn wurden im März teurer: Die Preise für ÖPNV-Tickets stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,2 Prozent. Hauptgrund ist die Preiserhöhung beim Deutschlandticket, das seit Anfang 2026 monatlich 63 Euro kostet – fünf Euro mehr als zuvor.

Wer jedoch einen längeren Zeitraum betrachtet, kommt zu einem anderen Ergebnis. Seit der Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 haben sich kombinierte Bus- und Bahntickets für viele Pendler gerechnet: Im Jahr 2025 lagen die Preise für kombinierte Tickets für Bahn und Bus um 18 Prozent niedriger als noch im Jahr 2020. Mittelfristig profitieren Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs also trotz der jüngsten Preiserhöhung vom Ticket.

Für Privatanleger und Verbraucher bleibt die Botschaft klar: Die Mobilitätskosten steigen strukturell und belasten das verfügbare Einkommen spürbar. Wer die eigenen Ausgaben optimieren möchte, sollte die Entwicklung bei Versicherungsprämien, Spritpreisen und Werkstattkosten genau im Auge behalten.

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