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Auto- und Rohstoffmärkte: Rekordkredite und schwache Metalle

Aluminium bricht ein, US-Autokäufer strecken Kreditlaufzeiten auf Rekordniveau – und das USMCA-Abkommen bleibt unter Druck.

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Auto- und Rohstoffmärkte: Rekordkredite und schwache Metalle

Der Automobil- und Transportsektor steht unter mehreren Vorzeichen: Basismetalle geben nach, US-Neuwagenkäufer verschulden sich auf Rekordniveau, und das nordamerikanische Handelsabkommen USMCA bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Die wichtigsten Marktstimmen des Tages im Überblick.

Basismetalle unter Druck

Aluminium und Kupfer notieren in den frühen europäischen Handelsstunden deutlich schwächer. Aluminium-Futures mit dreimonatiger Laufzeit fielen um 1,3 Prozent auf 3.050,50 US-Dollar pro Tonne, Kupfer gab um 0,9 Prozent auf 13.215,50 US-Dollar pro Tonne nach. Besonders auffällig ist der Einbruch beim Aluminium: Im Monatsverlauf verlor das Metall bereits 18 Prozent an Wert.

Ausschlaggebend dafür war die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Diese stärkte die Erwartung, dass sich die Lieferungen der Produzenten am Persischen Golf normalisieren werden. Die Region ist für mehr als 10 Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion verantwortlich – entsprechend groß war die Erleichterung an den Märkten. Beim Kupfer dämpfte zusätzlich ein festerer US-Dollar den Anlegerappetit auf in Dollar denominierte Rohstoffe. Händler warten zudem auf Signale aus Washington zu möglichen Änderungen bei Importen von raffiniertem Kupfer.

Malaysischer Automarkt mit positivem Ausblick

Für Malaysia zeichnet sich in der zweiten Jahreshälfte ein freundlicheres Bild ab. Laut Mohd Shanaz Noor Azam von CIMB Securities könnten Kraftstoffsubventionen, saisonale Nachfrage, starke Elektrofahrzeugverkäufe und stabile Finanzierungsbedingungen die Automobilverkäufe stützen. Auch eine breitere Modellpalette nationaler Marken könnte die Nachfrage ankurbeln.

Dennoch bleiben Risiken bestehen: Verschärfter Wettbewerb und ein stärkerer US-Dollar könnten die Margen der Hersteller belasten. CIMB Securities behält daher die Einstufung „Neutral" für den malaysischen Automobil- und Komponentensektor bei und nennt Bermaz Auto sowie Hi Mobility als bevorzugte Titel.

US-Autokäufer auf Rekordkurs bei Kreditlaufzeiten

Besonders besorgniserregend sind die neuesten Daten aus dem US-amerikanischen Neuwagenmarkt. Laut einer Analyse von Edmunds nahmen im zweiten Quartal 36,5 Prozent aller Neuwagenkäufer einen Kredit mit einer Laufzeit von 73 Monaten oder länger auf – vor einem Jahrzehnt waren es lediglich 27,3 Prozent. Bei Laufzeiten von 84 Monaten oder mehr lag der Anteil bei 23,9 Prozent – ebenfalls ein neuer Rekord.

Ivan Drury, Director of Insights bei Edmunds, warnt vor den Konsequenzen: „Die Laufzeit zu strecken, um ein teureres Fahrzeug finanzieren zu können, garantiert, dass man Eigenkapital nur im Schneckentempo aufbaut. Das macht einen extrem anfällig dafür, ins Minus zu geraten, wenn es Zeit für eine Inzahlungnahme ist."

Die durchschnittliche monatliche Rate für einen Neuwagen erreichte im zweiten Quartal mit 777 US-Dollar ein Allzeithoch. Jessica Caldwell, Head of Insights bei Edmunds, fasst die Lage zusammen: „Wenn man sieht, dass sich die Kreditlaufzeiten auf Rekordlänge ausdehnen, die Anzahlungen schrumpfen und die monatlichen Raten Allzeithochs erreichen, ist das ein klares Rezept für langfristige finanzielle Belastungen." Ohne grundlegende Änderungen bei Herstelleranreizen, einem deutlichen Zinsrückgang oder einem erschwinglicheren Fahrzeugmix müssten Verbraucher diesen „finanziellen Drahtseilakt" weiter vollziehen, so Caldwell.

USMCA: Druck auf Mexiko und Kanada bleibt

Auch das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA bleibt ein Thema. Laut Jim Wiesemeyer von Ag Bull wird nicht erwartet, dass die Trump-Regierung das Abkommen verlängert – doch das bedeutet nicht das Ende des Deals. Die bestehenden Bedingungen gelten bis in das nächste Jahrzehnt, und die USA nutzen die Situation wahrscheinlich, um den Druck auf Mexiko und Kanada aufrechtzuerhalten.

Die Automobilindustrie steht im Zentrum des aktuellen Streits, doch auch andere Sektoren sind betroffen. Wiesemeyer warnt: „Die Bestimmungen des Pakts über den Marktzugang für Agrarprodukte sind nicht das unmittelbare Ziel der Debatte über den Automobilanteil, aber sobald die USA die Überprüfung nutzen, um das umfassendere Abkommen neu zu verhandeln, können landwirtschaftliche Themen schnell zu Verhandlungsmasse werden."

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