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Ausverkauf am Montag: Carnival, Airlines und Banken unter Druck

Reise-, Energie- und Finanzwerte verzeichneten deutliche Kursverluste – europäische Industrieunternehmen blieben ebenfalls nicht verschont.

Ausverkauf am Montag: Carnival, Airlines und Banken unter Druck

Der US-Aktienmarkt erlebte am Montag einen breiten Ausverkauf, der besonders Reise- und Tourismusunternehmen hart traf. Carnival-Aktien brachen um fast 7 Prozent ein, während Norwegian Cruise Line rund 3 Prozent verlor. Anleger befürchten, dass steigende Treibstoffkosten die Gewinnmargen der Kreuzfahrtbetreiber empfindlich belasten werden.

Auch Luftfahrtaktien gerieten massiv unter Druck. American Airlines verlor mehr als 5 Prozent, Delta Air Lines verbuchte ein Minus von 4 Prozent. Höhere Kerosinpreise könnten die ohnehin angespannte Kostensituation der Airlines weiter verschlechtern.

Metallpreise belasten Bergbauunternehmen

Bergbaukonzerne litten unter einem Ausverkauf bei den Metallpreisen. Newmont und Freeport-McMoRan, die Gold und andere Metalle fördern, verloren jeweils mehr als 4 Prozent. Obwohl Gold in Stressphasen üblicherweise als sicherer Hafen gilt, belastete eine breite Umkehr populärer Handelspositionen den Goldpreis.

Bankaktien schlossen sich dem negativen Trend an. JPMorgan Chase und Goldman Sachs fielen beide um knapp 2 Prozent, Citigroup verlor sogar mehr als 3 Prozent. Der drohende Energieschock weckt Sorgen über eine Belastung der Gesamtwirtschaft – und damit auch der Kreditnachfrage.

Düngemittelhersteller als Gewinner

Einen der wenigen Lichtblicke lieferte CF Industries: Der Düngemittelhersteller legte rund 1 Prozent zu. Hintergrund ist die drohende Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus – eine strategisch wichtige Passage für Rohstoffe wie Öl und Düngemittel. Engpässe dort könnten das Angebot verknappen und die Preise deutlich nach oben treiben.

Auch in Europa blieb der Ausverkauf nicht aus. Industriewerte wie der Turbinenhersteller Siemens Energy und der Stahlproduzent ArcelorMittal führten die Verluste an. Höhere Energiekosten dürften die Gewinnmargen dieser energieintensiven Unternehmen spürbar schmälern. Auch Bankaktien wie die britische Barclays verzeichneten Rückgänge.

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