Australischer Dollar steigt nach Inflationsdaten – Yen weiter schwach
Überraschend starke Inflationszahlen aus Australien treiben den Aussie nach oben, während der Yen auf Mehrjahrestiefs verharrt.

Der Australische Dollar hat am Mittwoch im asiatischen Handel deutlich zugelegt. Nach der Veröffentlichung überraschend hoher Inflationsdaten stieg der Aussie um 0,7 Prozent auf 0,7109 US-Dollar – der stärkste Anstieg unter allen wichtigen Währungen im asiatischen Handel.
Der Hintergrund: Die gestiegene Inflation erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die australische Notenbank Reserve Bank of Australia (RBA) die Leitzinsen weiter anheben könnte. Höhere Zinsen machen eine Währung für internationale Anleger attraktiver, da sie höhere Renditen auf Kapitalanlagen versprechen.
Auch der Neuseeland-Dollar, das britische Pfund und der Euro legten leicht zu, was den US-Dollar insgesamt unter Druck setzte. Der Euro notierte bei 1,1796 US-Dollar, das britische Pfund bei 1,3520 US-Dollar.
Yen auf Talfahrt
Der japanische Yen zeigte sich dagegen weiterhin schwach. Bereits über Nacht war er um 0,8 Prozent gefallen und markierte mit 156,28 Yen pro US-Dollar einen neuen Tiefstand. Am Mittwoch setzte sich dieser Druck fort.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist der schwache Yen besonders relevant: Japanische Exportwerte wie Toyota oder Sony profitieren tendenziell von einem schwachen Yen, da ihre Produkte im Ausland günstiger werden. Gleichzeitig verteuern sich Importe für Japan, was die Inflation dort weiter anheizen könnte.
Die Marktteilnehmer blickten zudem gespannt auf die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump. Solche Reden können geldpolitische Signale oder handelspolitische Ankündigungen enthalten, die unmittelbare Auswirkungen auf die Devisenmärkte haben.


