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Australien gedenkt der 15 Opfer des Terroranschlags von Bondi

Australien hält am Donnerstag einen nationalen Trauertag für die Opfer des Terroranschlags auf eine jüdische Chanukka-Feier in Bondi ab. Bei dem Attentat am 14. Dezember wurden 15 Menschen getötet.

Australien gedenkt der 15 Opfer des Terroranschlags von Bondi

Australien gedenkt heute in einer nationalen Trauerzeremonie der 15 Todesopfer des Terroranschlags auf eine jüdische Chanukka-Feier am Bondi Beach. Die Gedenkveranstaltung findet am Donnerstagabend um 19 Uhr Ortszeit in Sydney statt, zeitgleich wird im ganzen Land eine Schweigeminute abgehalten.

Schlimmste Massenschießerei seit Jahrzehnten

Bei dem Anschlag am 14. Dezember eröffneten ein Vater und sein Sohn das Feuer auf die Teilnehmer der Chanukka-Feier und töteten 15 Menschen. Es handelt sich um die schlimmste Massenschießerei in Australien seit Jahrzehnten. Nach Angaben der Polizei wurden die Täter vom Islamischen Staat inspiriert. Die australische Regierung stufte den Angriff als terroristischen Akt gegen jüdische Menschen ein.

"Der heutige Tag bietet uns die Gelegenheit, der 15 Opfer zu gedenken und ihnen Respekt zu zollen", erklärte Premierminister Anthony Albanese. "Es ist eine Gelegenheit für uns als Nation, die jüdische Gemeinschaft zu unterstützen, da Menschen ins Visier genommen wurden, weil sie jüdische Australier waren."

Nationale Schweigeminute und Gedenkfeier

Die wichtigsten Fernsehsender des Landes übertragen die Gedenkveranstaltung live. Albanese rief alle Australier auf, sich an der Schweigeminute zu beteiligen: "Dies wird eine Gelegenheit sein, sich eine Minute Zeit zu nehmen, um wirklich über das Geschehene nachzudenken und Respekt zu zollen."

Bei der Zeremonie werden Angehörige der Opfer Kerzen anzünden. Geplant sind zudem Reden von Gesetzgebern, jüdische Gebete und Video-Ehrungen. Im ganzen Land werden Gebäude beleuchtet, darunter Cricket-Stadien in Melbourne und Perth.

Forderungen nach härteren Maßnahmen

Der Anschlag schockierte die Nation und führte zu Forderungen nach schärferen Maßnahmen gegen Antisemitismus und strengerer Waffenkontrolle. Premierminister Albanese versprach, beide Probleme anzugehen.

Das australische Unterhaus verabschiedete am Dienstag bereits neue Gesetze, die einen nationalen Waffenrückkauf ermöglichen und die Zuverlässigkeitsüberprüfungen für Waffenlizenzen verschärfen. Dies geschah trotz Widerstand der konservativen Opposition. Parallel debattieren die Gesetzgeber über weitere Rechtsvorschriften, die die Schwelle für die strafrechtliche Verfolgung von Hassreden senken würden.

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