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Ausländer kaufen japanische Aktien acht Wochen in Folge dank KI-Rally

KI-Euphorie und sinkende Ölpreise treiben ausländische Investoren erneut in den japanischen Aktienmarkt – mit Rekordzuflüssen.

Ausländer kaufen japanische Aktien acht Wochen in Folge dank KI-Rally

Ausländische Investoren haben in der Woche bis zum 23. Mai erneut massiv in japanische Aktien investiert und damit ihre Kaufserie auf acht aufeinanderfolgende Wochen ausgedehnt. Laut Daten des japanischen Finanzministeriums flossen netto 1,08 Billionen Yen – umgerechnet rund 6,77 Milliarden US-Dollar – in den japanischen Aktienmarkt. Das entspricht einem Anstieg von fast 14 Prozent gegenüber den Nettokäufen der Vorwoche in Höhe von 948,4 Milliarden Yen.

Als wesentlicher Treiber gilt die KI-Euphorie rund um den US-Chiphersteller Nvidia, der in der vergangenen Woche eine enorme Nachfrage nach seinen Flaggschiff-KI-Chips prognostiziert hatte. Diese Aussichten beflügelten KI-nahe Titel in Japan besonders stark. Der bekannte KI-Investor SoftBank Group legte in der Berichtswoche um beeindruckende 17,62 Prozent zu, während der Chipdesigner Socionext um 12,26 Prozent stieg.

Zusätzlich begünstigten nachgebende Ölpreise das Investitionsklima und sorgten für eine positive Stimmung an den japanischen Börsen. Beide Faktoren zusammen – günstigere Energiekosten und starke Technologieperspektiven – machten japanische Aktien für internationale Anleger besonders attraktiv.

Rekordhafte Jahreszuflüsse in japanische Aktien

Im bisherigen Jahresverlauf haben ausländische Investoren damit insgesamt fast 11,7 Billionen Yen in japanische Aktien investiert. Dieser Wert übertrifft die Nettokäufe des gesamten Vorjahreszeitraums von rund 742,1 Milliarden Yen um ein Vielfaches – ein deutliches Zeichen für das gestiegene internationale Vertrauen in den japanischen Kapitalmarkt.

Das Interesse ausländischer Anleger an Japan hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Neben der globalen KI-Welle spielen dabei auch strukturelle Reformen japanischer Unternehmen sowie die Abkehr von der jahrzehntelangen Deflationspolitik eine Rolle, die den Markt für internationale Investoren attraktiver gemacht haben.

Anleihemarkt: Zuflüsse bei langen Laufzeiten, Abflüsse bei kurzen

Auch am japanischen Anleihemarkt zeigte sich ein differenziertes Bild. Bei langfristigen japanischen Anleihen verzeichneten ausländische Investoren Nettokäufe von 1,35 Billionen Yen, nachdem in der Vorwoche noch Abflüsse von 1,03 Billionen Yen gemeldet worden waren. Der nachlassende Anleiheausverkauf sowie höhere Renditen lockten Investoren zurück in dieses Segment.

Kurzfristige Instrumente hingegen wurden im Wert von 2,22 Billionen Yen netto abgestoßen – der höchste Wert seit dem 28. März. Dies deutet darauf hin, dass Investoren ihre Positionen am kurzen Ende des Marktes gezielt reduzierten, während sie gleichzeitig auf längere Laufzeiten setzten.

Auf der anderen Seite zogen japanische Investoren netto 358,7 Milliarden Yen aus ausländischen Aktien ab, was den dritten wöchentlichen Nettoverkauf innerhalb von vier Wochen markierte. In langfristige Auslandsanleihen investierten japanische Anleger hingegen einen geringfügigen Betrag von 10,3 Milliarden Yen und setzten damit ihre Käufe die vierte Woche in Folge fort.

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