Aurubis erwartet deutlichen Gewinnrückgang im neuen Geschäftsjahr
Technische Probleme und steigende Kosten belasten Europas größten Kupferverarbeiter

Der Kupferkonzern Aurubis, der als größter Verarbeiter von Kupfer in Europa gilt, erwartet für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 einen deutlichen Rückgang seines Gewinns vor Steuern. Der Gewinn soll voraussichtlich nur noch zwischen 300 und 400 Millionen Euro liegen. Laut einer Mitteilung des Unternehmens sind die Gründe hierfür die sich verschlechternden Preisprognosen auf den relevanten Beschaffungsmärkten sowie höhere Anlaufkosten für strategische Projekte. Diese Entwicklungen belasten die finanziellen Aussichten des Hamburger Unternehmens.
Das Geschäftsjahr 2023/24, das am 30. September endet, wird hingegen nach vorläufigen Zahlen mit einem Gewinn vor Steuern von rund 410 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahr hatte das Ergebnis noch bei 349 Millionen Euro gelegen, während zuvor für das aktuelle Geschäftsjahr ein Gewinn zwischen 380 und 480 Millionen Euro prognostiziert worden war. Trotz der Steigerung im Vergleich zum Vorjahr blieb der Gewinn somit innerhalb der Erwartungen des Unternehmens, jedoch unterhalb der oberen Grenze der Prognose.
Besonders das vierte Quartal 2023 zeigt schwächere Ergebnisse. Das Vorsteuerergebnis wird auf etwa 75 Millionen Euro geschätzt, was deutlich unter den Erwartungen des Marktes liegt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Ergebnis noch bei 92 Millionen Euro. Als Hauptursache für den Rückgang nennt Aurubis technische Probleme nach einem Wartungsstillstand am Standort Hamburg. Diese Probleme führten zu einer reduzierten Auslastung der Schmelzanlagen, was sich negativ auf die Produktionsleistung auswirkte.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDie Aktien von Aurubis reagierten auf die Ankündigung des Gewinnrückgangs mit einem deutlichen Kursverlust. Die Papiere verloren mehr als sieben Prozent ihres Wertes und standen damit an der Spitze der Verlierer im MDAX, dem Index der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Die endgültigen Geschäftszahlen für das laufende Geschäftsjahr will das Unternehmen am 5. Dezember bekanntgeben.


