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Aumovio streicht 4.000 weitere Jobs – Deutsche Standorte betroffen

Der Autozulieferer Aumovio baut massiv um: Weitere 4.000 Stellen in Forschung und Entwicklung fallen weg. Auch deutsche Standorte wie Ulm und Frankfurt sind stark betroffen.

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Aumovio streicht 4.000 weitere Jobs – Deutsche Standorte betroffen

Der Automobilzulieferer Aumovio verschärft seinen Sparkurs drastisch. Bis Ende 2026 sollen weltweit 4.000 weitere Arbeitsplätze in der Forschung und Entwicklung wegfallen. Diese Maßnahme kommt zusätzlich zu den bereits im Februar 2025 angekündigten 3.000 Stellen – insgesamt stehen damit 7.000 Jobs auf der Kippe.

F&E-Quote soll auf 10 Prozent sinken

Das erklärte Ziel: Die Forschungsaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz sollen bis 2027 von zuletzt 11,9 Prozent (Q3 2025) auf rund 10 Prozent gedrückt werden. "Das Marktumfeld hat sich besonders in Europa weiter verschärft", erklärte Aumovio-Chef Philipp von Hirschheydt gegenüber der WirtschaftsWoche. Man müsse die Wettbewerbsfähigkeit durch fokussiertere Forschung und Investitionen in wertschaffende Zukunftstechnologien sichern.

Deutsche Standorte im Fokus

Besonders hart trifft es die deutschen Standorte: Bis zu 935 Stellen könnten hierzulande wegfallen. In Ulm stehen bis zu 275 Arbeitsplätze zur Disposition, in Frankfurt am Main bis zu 220. Weitere betroffene Standorte sind Lindau (bis zu 180 Stellen), Markdorf (130), Regensburg (100) und Ingolstadt (30). Das Unternehmen führt bereits Gespräche mit den Betriebsräten.

Internationale Standorte stärker betroffen

Den größeren Teil der Stellenstreichungen tragen jedoch internationale Standorte. Besonders Forschungseinrichtungen in Indien, Singapur, Rumänien, Serbien und Mexiko sind vom Abbau betroffen. Aumovio unterhält weltweit über 100 Standorte, allerdings wird nicht an allen geforscht.

Freiwilligenprogramm ab März

Um den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten, plant Aumovio ab Anfang März ein Freiwilligenprogramm an den betroffenen Standorten. Bereits beim ersten Abbaupaket sollte ein großer Teil über natürliche Fluktuation wie Renteneintritte und interne Versetzungen abgewickelt werden.

Hintergrund: Börsengang im September 2024

Aumovio war erst im September 2024 durch Abspaltung von Continental entstanden und feierte sein eigenständiges Börsenlisting in Frankfurt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 19,6 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit über 86.000 Mitarbeiter. Die drastischen Sparmaßnahmen zeigen, wie stark der Druck auf Autozulieferer durch die schwächelnde Automobilindustrie geworden ist.

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