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Audi verzeichnet deutlichen Absatzrückgang 2024

Schwache Verkaufszahlen, Probleme in China und Hoffnung auf neue Elektromodelle

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Audi verzeichnet deutlichen Absatzrückgang 2024

Die Volkswagen-Tochter Audi hat im Jahr 2024 einen deutlichen Rückgang bei den Fahrzeugverkäufen verzeichnet. Insgesamt wurden weltweit 1,67 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Minus von knapp zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit liegt Audi erstmals hinter Tesla, das trotz eines eigenen Absatzrückgangs 1,79 Millionen Fahrzeuge absetzte.

Besonders gravierend war der Absatzverlust auf dem deutschen Markt, wo Audi einen Rückgang von mehr als 21 Prozent hinnehmen musste. Auch in den USA ging der Absatz um 13 Prozent zurück, während die Auslieferungen in China um fast elf Prozent auf rund 650.000 Fahrzeuge sanken. Dies ist bemerkenswert, da der chinesische Automarkt insgesamt wuchs, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Dort stiegen die Elektroauto-Zulassungen bis Ende November 2024 um 25,5 Prozent, während Audis Elektro-Verkäufe um fast 20 Prozent einbrachen.

Audi nennt als Gründe für den Absatzrückgang die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den intensiven Wettbewerb und Probleme bei der Teileverfügbarkeit. Trotz der rückläufigen Zahlen sieht Audi-Chef Gernot Döllner das Unternehmen auf einem guten Kurs und verweist auf die laufende Modelloffensive, die als Übergangsphase hin zu einem neuen Produktportfolio diene. Konkrete Ziele für 2025 wurden jedoch nicht kommuniziert.

Im Bereich der Elektromobilität verzeichnete Audi ebenfalls Rückschläge. Mit 164.000 zugelassenen Elektrofahrzeugen ging der Absatz um acht Prozent zurück. Besonders das Modell Q8 Etron entwickelte sich zum Problemfall, was zur Schließung des Werks in Brüssel führte. Das Modell wird weitgehend eingestellt, bis ein Nachfolger auf den Markt kommt, der möglicherweise in Mexiko oder den USA produziert wird.

Hoffnungen setzt Audi nun auf die neue Elektroplattform PPE. Das erste Modell, der Q6 Etron, wurde in Europa rund 13.000 Mal zugelassen, wobei mehr als 10.000 Fahrzeuge gewerblich genutzt werden. In China sollen gemeinsam mit dem lokalen Hersteller Saic entwickelte Modelle neue Marktanteile sichern. Ende 2024 präsentierte Audi ein Saic-Modell, das nicht die bekannten vier Ringe, sondern den Audi-Schriftzug trägt.

Auch andere Premiumhersteller wie Mercedes-Benz, BMW und Porsche meldeten für 2024 Absatzrückgänge, die jedoch moderater ausfielen. Während Mercedes einen Rückgang von drei Prozent auf 1,98 Millionen Fahrzeuge verzeichnete, sanken die Verkaufszahlen bei BMW um 2,3 Prozent auf 2,2 Millionen Fahrzeuge. Porsche musste einen Rückgang von drei Prozent auf 310.700 Fahrzeuge hinnehmen.

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