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Audi: Gewinneinbruch im vierten Jahr in Folge – Zölle und China belasten

Nur noch 559 Millionen Euro Nettogewinn im ersten Quartal – ein Rückgang von über 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Audi: Gewinneinbruch im vierten Jahr in Folge – Zölle und China belasten

Der VW-Teilkonzern Audi kämpft mit anhaltend sinkenden Gewinnen. Im ersten Quartal 2025 verdiente der Ingolstädter Autobauer nach Steuern lediglich 559 Millionen Euro – ein Rückgang von gut 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Es ist bereits der vierte Gewinnrückgang in einem ersten Quartal in Folge. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2022 hatte Audi noch stolze 2,9 Milliarden Euro nach Steuern erwirtschaftet.

Der Absturz verdeutlicht, wie stark sich das Umfeld für die gesamte Automobilindustrie verändert hat. Der Wind dreht sich – und er bläst Audi eisig ins Gesicht. Finanzchef Jürgen Rittersberger machte dabei zwei zentrale Belastungsfaktoren aus: die US-Zölle und das schwächelnde China-Geschäft.

US-Zölle treffen Audi im dreistelligen Millionenbereich

Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle schlugen laut Rittersberger im niedrigen dreistelligen Millionenbereich zu Buche. Wie sich die jüngsten Ankündigungen aus Washington weiter auswirken werden, kann das Unternehmen derzeit noch nicht beziffern. Bemerkenswert: Ohne die Zollbelastung hätte Audi im ersten Quartal sogar ein Wachstum beim Vorsteuergewinn erzielt, so der Finanzchef.

Auch beim Umsatz musste Audi Federn lassen. Die Erlöse sanken von 15,4 Milliarden Euro auf 14,2 Milliarden Euro. Alle genannten Zahlen beziehen sich auf den Audi-Konzern, zu dem neben der Kernmarke auch die Luxusmarken Bentley und Lamborghini gehören.

China-Geschäft bricht dramatisch ein

Das zweite große Sorgenkind ist das China-Geschäft. Der Ergebnisbeitrag aus dem Reich der Mitte – den Audi im Finanzergebnis verbucht – kollabierte von 170 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 28 Millionen Euro. Damit spiegelt Audi das Schicksal aller deutschen Premiumhersteller wider, die unter dem massiv gestiegenen Wettbewerbsdruck chinesischer Anbieter leiden.

Erschwerend kam hinzu, dass staatliche Förderungen für Elektrofahrzeuge wegfielen und damit die Kaufbereitschaft der chinesischen Verbraucher dämpften. Zusätzlich spürte Audi den Modellwechsel beim wichtigen A6, wie Rittersberger erläuterte. Im Laufe des Jahres erwartet das Unternehmen hier jedoch eine Verbesserung.

Zur Stärkung der China-Präsenz setzt Audi auf eine eigens für den chinesischen Markt entwickelte Wortmarke – ohne die ikonischen vier Ringe. Im Jahresverlauf soll dort das zweite Modell dieser Submarke eingeführt werden.

Sparprogramm läuft – Neckarsulm bleibt

Angesichts der Zahlen lässt Finanzchef Rittersberger keinen Zweifel an der Dringlichkeit: „Unsere Ergebnisentwicklung zeigt klar, dass wir erheblichen Handlungsdruck haben." Kosten- und Effizienzmaßnahmen würden konsequent vorangetrieben. Im gesamten VW-Konzern wird derzeit intensiv über weitere Einsparungen diskutiert.

Rittersberger betonte, man prüfe permanent alle Einsparmöglichkeiten, habe bei Audi aber bereits „wirklich viel" umgesetzt. Zum Werk Neckarsulm, über das zuletzt Spekulationen kursierten, äußerte er sich klar: Es sei ein „ganz entscheidendes Werk" für Audi – modern, gut aufgestellt und ausgelastet. Für Privatanleger, die Audi über die VW-Aktie im Blick haben, bleibt die Entwicklung der Zollpolitik und des China-Geschäfts der entscheidende Faktor für die weitere Ergebnisentwicklung des Konzerns.

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