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AstraZeneca sichert sich chinesische Abnehmmedikamente für 18,5 Milliarden Dollar

Britisch-schwedischer Pharmakonzern lizenziert acht Arzneimittelprogramme von CSPC und verstärkt Engagement im Adipositas-Markt.

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AstraZeneca sichert sich chinesische Abnehmmedikamente für 18,5 Milliarden Dollar

Der Pharmariese AstraZeneca hat eine wegweisende Lizenzvereinbarung mit dem chinesischen Biotechnologie-Unternehmen CSPC abgeschlossen. Der Deal umfasst bis zu 18,5 Milliarden US-Dollar und verschafft AstraZeneca Zugang zu einer Plattform sowie acht Arzneimittelprogrammen im Bereich Gewichtsmanagement. Die Vereinbarung markiert einen strategischen Schritt des britisch-schwedischen Konzerns, um im stark wachsenden Markt für Adipositas-Medikamente Fuß zu fassen.

CSPC erhält im Rahmen des Deals bis zu 3,5 Milliarden Dollar für Forschungs- und Entwicklungsmeilensteine sowie bis zu 13,8 Milliarden Dollar für umsatzbezogene Meilensteine. Zusätzlich fließen künftige Lizenzgebühren, die auf den jährlichen Nettoumsätzen der lizenzierten Produkte basieren. Für CSPC stellt dies das größte Auslizenzierungsgeschäft der Firmengeschichte dar, wie Analysten von Macquarie Capital bestätigen.

Die Vereinbarung erfolgt zusätzlich zu einer am Donnerstag angekündigten Investition von 15 Milliarden Dollar in China. Sharon Barr, Führungskraft bei AstraZeneca, betonte die strategische Bedeutung: Die Investitionen in China seien entscheidend, um das Unternehmensziel zu erreichen, bis 2030 insgesamt 20 neue Medikamente auf den Markt zu bringen.

Monatliche Dosierung als Wettbewerbsvorteil

Zu den neu lizenzierten Arzneimittelkandidaten gehört SYH2082, ein klinisch einsatzbereites Produkt für injizierbares Gewichtsmanagement. Das Präparat ist für eine einmal monatliche Dosierung konzipiert – ein potenzieller Vorteil gegenüber Konkurrenzprodukten, die häufigere Injektionen erfordern. Diese komfortable Anwendung könnte Patienten helfen, die Therapie zur Gewichtsabnahme langfristig beizubehalten. Drei weitere präklinische Produkte aus dem Portfolio von CSPC sind ebenfalls Teil der Vereinbarung.

AstraZeneca erhielt eine globale Lizenz für alle Märkte außer Taiwan, Hongkong, Macau und dem chinesischen Festland. Die Vereinbarung umfasst die vollständige Entwicklung, Herstellung und Kommerzialisierung der Kandidaten. Zusätzlich werden beide Unternehmen bei vier weiteren neuen Programmen zusammenarbeiten und dabei CSPCs proprietäre Plattformen für verzögerte Wirkstofffreisetzung und KI-gesteuerte Peptid-Wirkstoffentdeckung nutzen.

Gemischte Marktreaktion auf Mega-Deal

Die Börsen reagierten unterschiedlich auf die Ankündigung. Während AstraZenecas in London notierte Aktien am Freitag um 0,3 Prozent zulegten, fielen CSPC-Aktien in Hongkong um etwa 12 Prozent. Analysten werten dies als klassisches "Buy the rumour, sell the news"-Phänomen. Die CSPC-Aktien waren seit dem 2. Januar bereits um 26 Prozent gestiegen.

"Mit CSPC erforschen wir Mechanismen, die es uns ermöglichen, eine bessere Verträglichkeit und nachhaltigere Reaktionen zu bieten. Und wir wissen, dass dies für Patienten wichtig ist", erklärte Barr. Die Vereinbarung baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen in Bereichen wie künstlicher Intelligenz auf und positioniert AstraZeneca im von westlichen Konkurrenten dominierten Adipositas-Markt neu.

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