ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Astra Space will 250 Millionen Dollar für Weltraum-Comeback einsammeln

Das US-Raketenunternehmen Astra Space plant eine Finanzierungsrunde von 250 Millionen Dollar bei einer Milliarden-Dollar-Bewertung.

Astra Space will 250 Millionen Dollar für Weltraum-Comeback einsammeln

Das in Kalifornien ansässige Raketenunternehmen Astra Space will in einer Finanzierungsrunde 250 Millionen US-Dollar einsammeln. CEO Chris Kemp bestätigte gegenüber Reuters, dass die Runde voraussichtlich noch in diesem Quartal abgeschlossen wird. Das Unternehmen strebt dabei eine Bewertung von 1 Milliarde US-Dollar an.

Astra hat in den vergangenen Monaten aktiv Investoren kontaktiert und neue Wachstumschancen sowie Finanzierungsstrategien präsentiert. Ziel ist der Ausbau des Programms für mobile Trägerraketen sowie des Geschäfts mit Raumschiffantrieben. Langfristig will sich das Unternehmen zu einem umfassenderen „Weltraumplattform-Unternehmen" entwickeln, wie aus einer Reuters vorliegenden E-Mail eines Astra-Finanzierungsberaters hervorgeht.

Vom Börsenstar zum Sanierungsfall

Die Geschichte von Astra Space ist eine der dramatischsten der jüngeren Raumfahrtbranche. Nach dem Börsengang im Jahr 2021 wurde das Unternehmen zeitweise mit mehr als 2 Milliarden US-Dollar bewertet. Doch wiederholte Fehlstarts seiner Raketen brachten das Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten. Im Jahr 2024 wurde Astra schließlich für lediglich 11,25 Millionen US-Dollar von der Börse genommen – ein Wertverlust von über 99 Prozent gegenüber dem Höchstwert.

Die aktuelle Kapitalrunde ist die erste seit einer Finanzierung in Höhe von 80 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr. Jene Mittel wurden verwendet, um Rechtskosten zu decken, Aktionärsklagen beizulegen und das Unternehmen zu refinanzieren, nachdem das problembehaftete Raketenprogramm den Rückzug von der Börse erzwungen hatte.

Strategie: Günstige Einwegraketen für das Militär

Während sich große Teile der Raumfahrtindustrie auf wiederverwendbare Raketen konzentrieren – etwa die Falcon 9 von SpaceX oder die kommende Neutron von Rocket Lab – verfolgt Astra einen anderen Ansatz. Das Unternehmen setzt auf kostengünstige Einweg-Trägersysteme und richtet sich damit gezielt an militärische Kunden.

Die Idee dahinter: Das Militär soll in der Lage sein, Satelliten schnell von verteilten Standorten aus zu starten. Dadurch werden Weltraumressourcen weniger anfällig für Angriffe von Gegnern. „Ich kann Hunderte von Weltraumbahnhöfen haben, und Sie wissen nicht einmal, wo sie sind, ebenso wenig wie China", sagte CEO Chris Kemp gegenüber Reuters.

Das Herzstück der neuen Strategie ist die Rocket 4 – ein größeres Einwegfahrzeug, dessen erste Starts ab 2027 geplant sind. Kemp hatte die ursprüngliche Rakete des Unternehmens nach nur zwei erfolgreichen Starts bei insgesamt sechs Versuchen eingestellt. Der prognostizierte Startpreis der Rocket 4 liegt bei 5 Millionen US-Dollar – deutlich günstiger als vergleichbare Angebote der Konkurrenz, wie Kemp betonte.

Satellitenantriebe als zweites Standbein

Neben dem Raketenprogramm verlässt sich Astra zunehmend auf sein wachsendes Geschäft mit Satellitenantrieben. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits Hunderte von Triebwerken verkauft. Dieses Segment soll als stabiles zweites Standbein dienen, während die Entwicklung der Rocket 4 voranschreitet.

Ob Astra mit dieser Doppelstrategie aus Einwegraketen und Satellitenantrieben das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann, bleibt abzuwarten. Die geplante Finanzierungsrunde wird zeigen, ob der Markt an das Comeback des einst gefallenen Raumfahrtunternehmens glaubt.

Astra SpaceFinanzierungsrundeRaketenunternehmenRocket 4Raumfahrt InvestitionChris KempWeltraumplattform

Disclaimer